Sturmtief „Sabine“ hat keine größeren Schäden angerichtet
Bäume und Ziegel fallen: 19 Einsätze für die Wehr

Drensteinfurt -

Die Wersestadt scheint eher glimpflich davongekommen zu sein. Sturmtief „Sabine“ hat am Sonntag und Montag zwar für ordentlich Wirbel gesorgt, aber keine größeren Schäden angerichtet. In der Teamschule ging es ruhig zu: Alle Schüler waren zu Hause geblieben.

Montag, 10.02.2020, 12:20 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 17:24 Uhr
Ein paar Dachpfannen hatte „Sabine“ vom Altbau der Sekundarschule gefegt. Die Bauhof-Mitarbeiter waren schnell zur Stelle, um aufzuräumen.
Ein paar Dachpfannen hatte „Sabine“ vom Altbau der Sekundarschule gefegt. Die Bauhof-Mitarbeiter waren schnell zur Stelle, um aufzuräumen. Foto: Nicole Evering

Die Feuerwehr meldete bis Sonntagabend lediglich vier sturmbedingte Einsätze in Drensteinfurt und Walstedde. Es galt, eine Baustellenabsperrung abzusichern. In zwei Fällen waren Bäume auf die Straße gestürzt und mussten entfernt werden. Ein Baum drohte auf ein Haus zu fallen. „Alle Einsätze konnten problemlos abgearbeitet werden“, teilt Sprecher Frank Kronshage mit. Insgesamt waren 66 Einsatzkräfte der Löschzüge Drensteinfurt und Walstedde von 16 bis 20 Uhr in Bereitschaft.

Weitere 15 Einsätze kamen in der Nacht bis 3.30 Uhr und am frühen Montagmorgen ab 5.25 Uhr bis zum Mittag hinzu. Alle drei Löschzüge waren unterwegs. In Rinkerode waren die Einsatzkräfte am Morgen drei Mal ausgerückt, um Bäume von den Straßen zu holen. Darüber hinaus mussten Stromleitungen beseitigt sowie herabfallende Dachziegel gesichert und die Gefahrenbereiche abgesperrt werden. „Verletzte gab es keine“, berichtet Kronshage.

In der Teamschule ging es derweil beinahe ein wenig gespenstisch zu. Am Sonntagnachmittag hatte die Schulleitung nach Absprache mit der Schulpflegschaft entschieden, den Unterricht ausfallen zu lassen. Das hatten im Vorfeld auch andere Städte so angekündigt, unter anderem Münster, Ahlen und Warendorf. „Für Eltern, die allerdings auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen waren, haben wir Notgruppen eingerichtet“, erklärte Schulleiterin Anja Sachsenhausen am Montagvormittag auf WN-Anfrage. Es seien ein gemeinsames Frühstück und Sportangebote geplant gewesen.

Kollegium vollzählig erschienen

Um die Nachricht zu verbreiten, seien am Sonntag verschiedene Kanäle genutzt worden. Das scheint gut funktioniert zu haben: Bis 10 Uhr war kein einziger Schüler an der Sendenhorster Straße aufgetaucht – das Lehrerkollegium hingegen war vollzählig erschienen. „Das ist ein bisschen geschenkte Zeit für uns, wie ein pädagogischer Tag“, berichtete Sachsenhausen, dass die Lehrer keineswegs untätig waren. „Wir nutzen die Zeit zur Unterrichtsvorbereitung. Außerdem hat sich der Arbeitskreis getroffen, der mit der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung beschäftigt ist.“

„Sabine“ hatte indes einen überschaubaren Teil des Daches der kleinen Turnhalle am Altbau des Gebäudes abgedeckt. Die Pfannen lagen auf dem Schulhof verstreut. Schnell waren die Bauhof-Mitarbeiter zur Stelle, um aufzuräumen. Im Stadtgebiet sei es aber eher ruhig geblieben, berichteten sie.

Dafür kam es in den Bauerschaften zu einigen Beeinträchtigungen. Bäume auf Wirtschaftswegen, zum Beispiel in Mersch, zwangen Autofahrer zum Umkehren. In ein Wohnhaus war der Blitz eingeschlagen.

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