Polizei legt Statistik vor
Jeden „Werktag“ zwei Straftaten

Drensteinfurt -

Ein Anstieg der Straften um 2,6 Prozent im Kreis – und ein Plus von satten 22 Prozent in der Stadt Drensteinfurt. Am Montag legte die Kreispolizeibehörde in Warendorf die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2019 vor.

Montag, 02.03.2020, 16:45 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 17:00 Uhr
Sicher ist sicher: Der Fahrradklau rangierte auch 2019 bei den Diebstahlsdelikten ganz vorne. Insgesamt wurden in Drensteinfurt 108 Fälle registriert.
Sicher ist sicher: Der Fahrradklau rangierte auch 2019 bei den Diebstahlsdelikten ganz vorne. Insgesamt wurden in Drensteinfurt 108 Fälle registriert. Foto: Dietmar Jeschke

Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2018 wurden in Drensteinfurt 2019 wieder deutlich mehr Straftaten begangen. Wie die Kreispolizeibehörde in Warendorf am Montag bei der Vorstellung des Kriminalitätsberichtes mitteilte, wurden im abgelaufenen Jahr insgesamt 607 Fälle in der Wersestadt registriert – ein Plus von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rein statistisch bedeutet dies, dass an jedem Werktag etwa zwei Straftaten begangen wurden. Weniger als jeder zweite Fall – 47 Prozent – wurde dabei aufgeklärt.

Erfreulich aus Sicht der Polizei: Sogenannte „Straftaten gegen das Leben“ wurden wie in den vergangenen drei Jahren nicht registriert. Dafür stiegt die Zahl der Sexualdelikte deutlich an, und zwar von drei im Jahr 2018 auf zehn im Jahr 2019. In einem Fall handelte es sich dabei um Vergewaltigung.

Zuwächse gab es auch bei den „Roheitsdelikten“ wie Raub – von zwei auf sieben Fälle – und Körperverletzung – von 49 auf 57 Delikte, von denen allerdings 93 Prozent aufgeklärt wurden.

Das Gros der Straftaten entfiel wie schon in den gesamten Vorjahren auf Diebstahlsdelikte, deren Zahl von 220 auf 245 und damit um elf Prozent gestiegen ist. In 108 Fällen hatten es Langfinger auf Fahrräder abgesehen. Im Vorjahr waren auf diese Weise 97 „Drahtesel“ abhanden gekommen. Die Chance, beim Fahrradklau erwischt zu werden, ist übrigens nach wie vor eher gering: Nur etwa jeder 20. Zweiraddiebstahl wurde 2019 aufgeklärt. Anders sieht es bei den Ladendiebstählen aus – wenn man denn die Zahl der bekanntgewordenen Fälle zugrunde legt. Denn von den 14 angezeigten Diebstählen – im Vorjahr waren es neun – wurden elf aufklärt – eine Quote von knapp 80 Prozent.

Nachdem die Polizei im Jahr 2018 mit lediglich 14 Wohnungseinbrüchen den niedrigsten Stand seit vielen Jahren verbucht hatte, ist die Zahl 2019 erneut deutlich gestiegen. Insgesamt 21 Mal hatten Wohnungsinhaber in den drei Ortsteilen ungebetenen Besuch erhalten. Zudem wurden sieben Fälle von Taschendiebstahl und 19 Diebstähle aus Fahrzeugen registriert.

Zuwächse gab es außerdem bei den Betrugsdelikten (von 65 auf 87) sowie bei den Sachbeschädigungen (von 65 auf 82), wohingegen die Zahl der Rauschgiftdelikte rückläufig war (von 34 auf 20). Mit einer „Kriminalitätshäufigkeitszahl“ von 3906 belegt Drensteinfurt im kreisweiten Vergleich einen Mittelfeldplatz. Die mit Abstand meisten Straftaten pro 100 000 Einwohner wurden in der Nachbarstadt Ahlen (Häufigkeitszahl 5907) registriert. Es folgen Beckum (5583) und die Kreisstadt Warendorf (5080). Am sichersten lebt es sich im Kreis in Everswinkel (2348) und Wadersloh (2484).

Im gesamten Kreisgebiet registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 12 462 Straftaten – ein Plus von 2,6 Prozent.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7306012?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nachrichten-Ticker