Betreuung in Kitas nur in Ausnahmefällen
„Schlüsselpersonen“ müssen ihren Bedarf nachweisen

Drensteinfurt/Sendenhorst -

Ab sofort gelten für die Kita-Betreuung neue Regeln. Kinder werden nur noch in begründeten Ausnahmefällen betreut.

Sonntag, 15.03.2020, 15:02 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 13:56 Uhr
Ab sofort werden Kinder in Kitas nur noch in begründeten Ausnahmesituationen betreut.
Ab sofort werden Kinder in Kitas nur noch in begründeten Ausnahmesituationen betreut. Foto: dpa

Aufgrund der Erlasslage in Nordrhein-Westfalen bleiben auch die vier Kitas der Kirchengemeinde St. Regina – St. Lambertus, St. Marien, St. Pankratius und St. Regina – wegen des Coronavirus vorübergehend geschlossen. Das teilte Pfarrer Jörg Schlummer am Wochenende mit. Verbundleiterin Marion Fritz hat die Eltern in einem Brief informiert. Die gleichen Regeln gelten auch für alle anderen Kitas in NRW.

Ausnahmen für „unentbehrliche Schlüsselpersonen“

Im Erlass habe das Ministerium entschieden, dass alle Kindertageseinrichtungen Kindern im Alter bis zur Einschulung sowie Schülern und deren Erziehungsberechtigten oder Betreuungspersonen ab dem heutigen Montag bis zum 19. April den Zutritt untersagen müssen. Auch zur sogenannten „Notgruppe“ gebe es nun klare Angaben. Eltern von Kindern, die eine „unentbehrliche Schlüsselperson“ einnähmen, seien ausgenommen. Die Betreuung deren Kinder solle erfolgen, „sofern eine private Betreuung insbesondere durch Familienangehörige oder die Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung nicht gewährleistet“ werden könne.

Die Unentbehrlichkeit ist der betreffenden Einrichtung durch eine schriftliche Bestätigung des jeweiligen Arbeitgebers oder Dienstvorgesetzten nachzuweisen.

Aus dem Erlass

„Schlüsselpersonen“ seien Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der „Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung“ diene. Die „Gewährleistung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens“ auch dazu.

Zu diesen zählten unter anderem alle Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Unentbehrlich seien auch Telekommunikationsdienste sowie Menschen, die in den Bereichen Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung, der Lebensmittelversorgung arbeiten. Hinzu kommen zentrale Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung.

„Die Unentbehrlichkeit ist der betreffenden Einrichtung durch eine schriftliche Bestätigung des jeweiligen Arbeitgebers oder Dienstvorgesetzten nachzuweisen“, schreibt Marion Fritz. Das bedeute für die Kitas, dass Kinder von „Schlüsselpersonen“ nur dann betreut werden, wenn der Bedarf schriftlich nachgewiesen werde.

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