„Summer Feeling“ fällt aus
Spielplätze gesperrt, Geschäfte geschlossen

Drensteinfurt -

Die Einschränkungen im öffentlichen Leben nehmen zu. Seit Mittwoch sind in Drensteinfurt alle Spielplätze gesperrt und die Geschäfte in der Innenstadt dicht. Auch das für Anfang Mai geplante „Summer Feeling“ hat die IG Werbung jetzt abgesagt.

Donnerstag, 19.03.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 16:32 Uhr
Die Allgemeinverfügung der Stadt wurde ergänzt. Seit Mittwoch sind auch alle Spiel- und Bolzplätze gesperrt.
Die Allgemeinverfügung der Stadt wurde ergänzt. Seit Mittwoch sind auch alle Spiel- und Bolzplätze gesperrt. Foto: Nicole Evering

Nun ist auch das „ Summer Feeling “ der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Wie Martina Lammersmann , die neue Vorsitzende der IG Werbung mitteilt, habe der Vorstand beschlossen, nach der „Kneipennacht“, die eigentlich am kommenden Samstag hätte stattfinden sollen, auch diese für Anfang Mai geplante Veranstaltung abzusagen.

„Selbst wenn die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht über den 19. April Bestand haben sollten, wäre die Organisation des großen Festes in der kurzen Zeit nicht möglich“, erklärt Lammersmann. Auch der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag falle ins Wasser.

Die Kaufleute haben aktuell aber noch ganz andere Sorgen. Denn wie der Kreis Warendorf gestern mitgeteilt hat, müssen im gesamten Münsterland ab sofort Gastronomie und nicht versorgungsnotwendiger Einzelhandel geschlossen bleiben. Das trifft auch zahlreiche örtliche Händler. Viele von ihnen weisen über Aushänge in den Schaufenstern darauf hin, dass sie per Telefon oder E-Mail weiter erreichbar sind und die Möglichkeit bieten, Waren auch nach Hause zu liefern. Alle Kontakt-Infos sind auf der IGW-Homepage zu finden. „Wir appellieren an die Kunden, jetzt bitte nicht auf den Onlinehandel umzuschwenken, sondern den Einkauf von Hosen und Schuhen auf später zu verschieben“, erklärt Martina Lammersmann.

Schreiben an die Politik

Auf Wunsch vieler Mitglieder hat sie zudem ein Schreiben an die hiesigen Landtagsabgeordneten und an die IHK verfasst. Tenor: Was durch die verfügten Geschäftsschließungen im stationären Einzelhandel nicht zu bekommen sei, das dürfe es derweil auch bei Online-Anbietern nicht geben. Diese stockten aktuell ihr Personal in den Lagern und im Vertrieb noch auf, was der Vermeidung von persönlichem Kontakt komplett entgegenstehe, so Lammersmann. Und dass die großen Unternehmen, die oft noch nicht einmal Steuern in Deutschland zahlten, vom Schaden der kleineren Händler auch noch profitieren sollen, geht der IGW-Vorsitzenden gehörig gegen den Strich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7333210?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nachrichten-Ticker