Coronakrise
Schaustellerfamilie Tränkler bittet um Futterspenden für die Zirkustiere

Drensteinfurt -

Die Corona-Krise trifft nicht nur die Geschäftswelt, sondern auch die Zirkusbranche hart. Weil Vorstellungen nicht stattfinden dürfen, fehlen die Einnahmen und damit das Geld, um zum Beispiel Futter für die Tiere zu kaufen. So ergeht es derzeit auch der Familie Tränkler.

Dienstag, 24.03.2020, 21:03 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 21:10 Uhr
Den „Circus Fantasia“ gibt es bereits in sechster Generation. Seit zehn Jahren schlägt die Familie ihr Winterquartier am Amtshof auf.
Den „Circus Fantasia“ gibt es bereits in sechster Generation. Seit zehn Jahren schlägt die Familie ihr Winterquartier am Amtshof auf. Foto: Tränkler

Die Verbote und Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie treffen jeden – auch die Zirkusbranche. Weil Vorstellungen nicht stattfinden dürfen, fehlen die Einnahmen und damit das Geld, um zum Beispiel Futter für die Tiere zu kaufen. So ergeht es derzeit auch der Familie Tränkler.

Sie betreibt den „Circus Fantasia“ bereits in sechster Generation und bezieht seit mittlerweile zehn Jahren ihr Winterquartier am Amtshofweg. Aktuell müssen 13 Personen im Alter zwischen zwei und 89 Jahren von den Einnahmen durch die Zirkusvorstellungen leben.

„Normalerweise beginnt unsere Tournee Anfang März und dauert bis Ende Oktober, so zum Beispiel im vergangenen Jahr, als uns unsere Tournee bis an die schöne Nordsee brachte und wieder zurück“, teilt Janine Tränkler mit. In diesem Jahr sollte die Tournee am 6. März in Versmold starten. „Allerdings wurden aufgrund der jetzigen Situation bis zum Ende der Sommerferien alle Termine abgesagt“, berichtet die Schaustellerin. „In den Wintermonaten halten wir uns eigentlich mit Auftritten in Schulen, Kindergärten und Altenheimen über Wasser, doch diese fallen durch das Coronavirus ja auch weg.“

Kostenlose Vorstellung als Dankeschön

In dieser schwierigen Zeit appelliert die Zirkusfamilie an alle Bürger, ihr mit Futterspenden wie Äpfeln, Möhren, Heu, Stroh, Kraft- und Hundefutter unter die Arme zu greifen. „Unser Tierbestand besteht aus 30 Tieren: aus Pferden, Ponys, einem Lama, Ziegen und Hunden. Außerdem haben wir ein Tropenhaus auf Rädern mit Vogelspinnen, Riesenschlangen, Leguanen, Echsen und Kröten, die bei unserer Tournee immer ein Highlight sind“, zählt Janine Tränkler auf, wem die Futterspenden zugute kommen sollen.

Wenn die Krise dann irgendwann endlich vorbei ist, möchte sich der „Circus Fantasia“ bei allen Unterstützern mit einer kostenlosen Vorstellung bedanken. „Wir möchten den Leuten nach dieser schweren Zeit gerne ein Lächeln ins Gesicht zaubern, denn das ist unser Beruf“, sagt Tränkler.

Wer Familie Tränkler unterstützen möchte, kann sie unter 01 57 / 31 77 22 95 erreichen oder Futter- und andere Sachspenden direkt beim Zirkus am Amtshof abgeben.

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