Frühjahrsversammlung der Walstedder Schützen
„Nicht auf Teufel komm raus feiern“

Walstedde -

Angesichts der Corona-Pandemie fällt die für den 18. April geplante Frühjahrsversammlung der Walstedder Bürgerschützen aus. Im Interview spricht Vereinsvorsitzender Markus Bachtrop über das zurückliegende Kappenfest und blickt – trotz der schwierigen Lage – noch mit Optimismus auf das geplante Schützenfest Ende Juni.

Donnerstag, 26.03.2020, 08:28 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 15:28 Uhr
Ob Sportwoche und Schützenfest 2020 wie geplant stattfinden können, das weiß noch niemand. Schützen-Chef Markus Bachtrop bleibt optimistisch.
Ob Sportwoche und Schützenfest 2020 wie geplant stattfinden können, das weiß noch niemand. Schützen-Chef Markus Bachtrop bleibt optimistisch. Foto: Beckmann

Rund 560 Mitglieder zählt der Bürgerschützenverein Walstedde von 1873 aktuell. Angesichts der Corona-Pandemie fällt die für den 18. April geplante Frühjahrsversammlung der Schützen – wie viele andere Veranstaltungen auch – aus. Im Interview mit unserem Mitarbeiter Simon Beckmann spricht Markus Bachtrop , Vorsitzender der Schützenbrüder, über das zurückliegende Kappenfest und blickt – trotz der schwierigen Lage – noch mit Optimismus auf das geplante Schützenfest Ende Juni.

 

Herr Bachtrop, die Frühjahrsversammlung fällt verständlicherweise aus. Welche Themen hätten denn dort auf der Tagesordnung gestanden?

 

Markus Bachtrop: Wir hätten in diesem Jahr vornehmlich über das abgelaufene Karnevalsfest gesprochen und einen Ausblick auf das Schützenfest gehalten. Natürlich gehört zu einer Generalversammlung auch immer ein Blick auf die derzeitige Kassenlage, die sich – so viel darf man sagen – seit vielen Jahren als stabil bezeichnen lässt. Rein rechtlich müssten wir eigentlich noch eine Generalversammlung abhalten. Ein Nachholtermin ist dennoch erst einmal nicht in Planung. Die Gesundheit geht vor.

 

Beim Kappenfest wurde Mitte Februar noch ordentlich gefeiert. Wie fällt Ihr Fazit dazu aus?

 

Bachtrop: Richtig. Wir haben in diesem Jahr – wie in der Vergangenheit auch – ein tolles Kappenfest gehabt. Viele Walstedder gestalten ein abwechslungsreiches Programm, was den Abend sehr kurzweilig macht. Mittlerweile sind erfreulicherweise auch wieder junge Akteure dabei, die sich mit dem Thema beschäftigen und den Mut und den Spaß haben, etwas auf der Bühne zu präsentieren. Unterm Strich sehen wir das Karnevalsfest als festen Bestandteil des dörflichen Lebens, wobei der Arbeitsaufwand an der einen oder anderen Stelle gerne auf mehrere Schultern verteilt werden darf.

Das Walstedder Schützenfest, hier der Fahnenschlag, ist im Dorf jedes Jahr ein Ereignis für Jung und Alt.

Das Walstedder Schützenfest, hier der Fahnenschlag, ist im Dorf jedes Jahr ein Ereignis für Jung und Alt. Foto: Foto: Beckmann

 

Alle Großveranstaltungen in den nächsten Wochen sind abgesagt. Machen Sie sich schon Sorgen um das Walstedder Schützenfest?

 

Bachtrop: Was das Schützenfest anbelangt, warten wir die Situation mal bis zum 19. April ab. Bis dahin sind ja erst einmal alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. Was darüber hinaus passiert, ist zunächst einmal Spekulation. Wir haben natürlich dennoch die große Hoffnung, dass unser Schützenfest am letzten Wochenende im Juni stattfinden kann. Im Übrigen hoffe ich natürlich ebenso, dass die Walstedder Sportwoche in diesem Jahr über die Bühne geht. Denn auch dieses Event ist ein fester Bestandteil in unserem Dorf.

 

Wäre es dramatisch, wenn das Schützenfest dieses Jahr nicht stattfinden könnte?

 

Bachtrop: Da gibt es sicher mehrere Aspekte. Auf der einen Seite ist der finanzielle und auf der anderen der gesellschaftliche Ausfall. Den finanziellen Aspekt werden wir sicher verkraften können. Wesentlich schlimmer fände ich es, wenn die Schützenfeste im Sommer generell nicht stattfinden dürften. Denn dann fehlt den Menschen sicher etwas. Dies trifft aber für alle großen Veranstaltungen gleichermaßen zu, wobei der finanzielle Ausfall für Zeltverleiher und Festwirte sicherlich enorm ist. Ich habe aber die Hoffnung, dass unser Schützenfest in gewohnter Form steigen darf. Trotzdem möchte ich noch einmal betonen, dass wir unser Schützenfest nicht auf Teufel komm raus feiern wollen. Die Sicherheit und Gesundheit aller stehen immer im Vordergrund jeglicher Überlegungen. Natürlich bleibt auch abzuwarten, ob die Situation in Deutschland überhaupt ein ausgelassenes Feiern zulässt.

 

Was steht für den Bürgerschützenverein in diesem Jahr sonst noch an?

 

Bachtrop: Neben dem Schützenfest haben wir im Herbst noch die Mitgliederversammlung auf dem Zettel. Innerhalb des Vorstandes beschäftigen wir uns mittlerweile auch schon mit unserem 150-jährigen Jubiläum im Jahr 2023.

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