Stadt kontrolliert Kontaktverbot
Im Zweifel droht ein Bußgeld

Drensteinfurt -

Zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus herrscht ein weitreichendes Kontaktverbot. Die Einhaltung wird seiner einer Woche verstärkt kontrolliert.

Samstag, 04.04.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 14:10 Uhr
In gebührendem Abstand: Die Mitarbeiter der Stadt kontrollieren seit einer Woche verstärkt das Kontaktverbot im öffentlichen Raum. Bei Verstößen drohen deftige Bußgelder.
In gebührendem Abstand: Die Mitarbeiter der Stadt kontrollieren seit einer Woche verstärkt das Kontaktverbot im öffentlichen Raum. Bei Verstößen drohen deftige Bußgelder. Foto: Stadt

Spiel- und Sportplätze sind gesperrt. In den noch offenen Geschäften herrscht ein streng geregeltes „Kunden-Limit“. Und Partys und sonstige Zusammenkünfte sind strikt verboten: Die Kontaktsperre zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus´ wird noch bis mindestens nach Ostern dauern. Und damit sie auch tatsächlich eingehalten wird, setzt die Stadt auf verstärkte Kontrollen.

„Neben fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes stehen zwölf weitere Kollegen aus anderen Bereichen bereit, die aktuell durch Schulschließung nicht ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen können“, teilt die Stadtverwaltung mit. „Der Außendienst kontrolliert Menschenansammlungen im öffentlichen Raum, Schulhöfe, abgesperrte Bereiche, wie zum Beispiel Spielplätze, und auch die Außenbezirke. Alle sind bedacht, sich an die geltenden Verordnungen zu halten, um das Virus schnellstmöglich einzudämmen.“

Bei Verstößen hätten die meisten der bislang angesprochenen Personen Verständnis gezeigt und ihr Verhalten direkt korrigiert. Auch bei den Gewerbetreibenden fänden regelmäßige Kontrollen statt. Auch dort werde die Unterstützung des Ordnungsamtes dankend angenommen und umgesetzt. „Wir wollen keine Panik verbreiten – aber durch regelmäßige und permanente Präsenz zeigen, dass wir Verstöße ernst nehmen und im Zweifel auch Bußgelder verhängen werden“, erklärt Ordnungsamtsmitarbeiter Frank Kronshage, der den Außendienst koordiniert.

Auch Bürgermeister Carsten Grawunder zeigt sich erfreut über die positiven Rückmeldungen seiner Mitarbeiter, mahnt aber davor, den Ernst der Lage zu vernachlässigen. „Bleiben sie wenn möglich zu Hause und beachten sie überall dort, wo sich Kontakte nicht vermeiden lassen, auf den erforderlichen Abstand – egal, ob bei der Arbeit, beim Einkaufen oder Spazierengehen. Bitte meiden sie auch im privaten Bereich weiterhin unnötige Kontakte“, so Grawunder.

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