Sophia Gorschlüter verlässt Drensteinfurt
Wirtschaftsförderer gesucht

Drensteinfurt -

Nur gut vier Monate nach der Neubesetzung des Postens der städtischen Wirtschaftsförderin sucht die Verwaltung nun abermals Ersatz. Mit Ende der Probezeit ist Sophia Gorschlüter, die im Dezember die Nachfolge von Ute Homann übernommen hatte, ausgeschieden.

Dienstag, 28.04.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 16:04 Uhr
Ihren Bewerbungsentwurf für das Dreingaufest wird Sophia Gorschlüter nicht in die Tat umsetzen. Die Wirtschaftsförderin verlässt die Verwaltung. Ob das Stadtfest – hier ein Bild aus dem Jahr 2018 – überhaupt stattfinden wird, ist mehr als fraglich.
Ihren Bewerbungsentwurf für das Dreingaufest wird Sophia Gorschlüter nicht in die Tat umsetzen. Die Wirtschaftsförderin verlässt die Verwaltung. Ob das Stadtfest – hier ein Bild aus dem Jahr 2018 – überhaupt stattfinden wird, ist mehr als fraglich. Foto: -sibe-

Mit ihrem Konzept für ein künftiges Drensteinfurter Stadtfest hatte die seinerzeit frischgebackene Studienabsolventin die Spitze der Verwaltung im Auswahlverfahren überzeugt. Umsetzen wird Sophia Gorschlüter ihren Entwurf allerdings nicht: Die Wirtschaftsförderin verlässt zum Ende ihrer Probezeit die Stadt. Auf eigenen Wunsch, erklärt Bürgermeister Carsten Grawunder . „Sie hat erkannt, dass dieser Job nicht der richtige für sie ist.“

Erst im Dezember hatte die 26-Jährige die Nachfolge von Ute Homann, die nach zehn Jahren im Amt der Wirtschaftsförderin eine neue Herausforderung gesucht hatte, angetreten. Zuvor hatte sich Gorschlüter gegen nicht weniger als 20 Mitbewerber durchgesetzt.

Ein neuerliches kompliziertes Bewerbungs- und Auswahlverfahren wird es nun jedoch vorerst nicht geben, erklärt der Bürgermeister. Und das gleich aus mehreren Gründen: Zum einen sei angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie eine „halbwegs normale“ Bewerbungsrunde kaum realistisch. Zum anderen, so Grawunder, wolle man auch mit Blick auf die derzeit angespannte wirtschaftliche Situation eine möglichst rasche Lösung erzielen. Als Interimslösung hatte die Stadt die Stelle daher kurzfristig intern ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endete am Montag. „Es gibt zwei oder drei Kandidaten, die ich mir gut für diesen Posten vorstellen könnte“, sagt Grawunder, ohne jedoch Namen nennen zu wollen. „Denkbar ist aber auch eine Teamlösung.“

Der Zeitrahmen der Übergangslösung ist bereits gesteckt: Ein Jahr lang sollen der oder die Wirtschaftsförderer(in) sich um die Anliegen der Unternehmen, aber auch um den Tourismus und das Stadtmarketing kümmern.

Dass sie sich dabei auch um den eingangs erwähnten Entwurf für das Stadtfest kümmern werden, hält Grawunder persönlich derzeit für eher unwahrscheinlich. Denn: „Bevor es keinen Impfstoff gegen das Corona-Virus gibt, gilt es, größere Menschenansammlungen zu vermeiden“, sagt er. Und das gelet nun einmal auch für das Dreingaufest, das in diesem Jahr eigentlich am 12. und 13. September stattfinden soll. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man so ein Fest organisiert und den Besuch nur mit Mundschutz erlaubt“, schildert Grawunder.

Ein großes Fragezeichen steht derzeit außerdem hinter der geplanten Opern-Premiere auf dem Marktplatz. Beim ersten Klassik-Open-Air soll am Samstag, 15. August, Verdis Oper „Nabuco“ in der „guten Stube“ der Stadt präsentiert werden. Dass die Veranstaltung nicht – ähnlich wie die Schützenfeste – bereits abgesagt wurde, liege daran, dass es sich um einen privaten Veranstalter handelt, so Grawunder. Außerdem gelte es, zunächst abzuwarten, wie sich die Bundesregierung in der kommenden Woche zu möglichen Lockerungen beim Corona-Kontaktverbot äußeren wird.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7388146?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nachrichten-Ticker