„Dreingaufest“ und „Nabucco“ abgesagt
Keine verlässliche Planung möglich

Drensteinfurt -

Noch am Montag hatte der Haupt- und Finanzausschuss nachträglich die Bereitstellung von 30 000 Euro genehmigt, um im September das Dreingaufest veranstalten zu können. Das Geld wird nun aber doch nicht benötigt. Das Stadtfest ist abgesagt.

Samstag, 16.05.2020, 09:54 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 12:16 Uhr
Kein entspanntes Schlendern durch die Innenstadt, kein geselliges Abendprogramm: Die Stadt hat nun auch das „Dreingaufest“ abgesagt.
Kein entspanntes Schlendern durch die Innenstadt, kein geselliges Abendprogramm: Die Stadt hat nun auch das „Dreingaufest“ abgesagt. Foto: -sibe-

Wie die Stadt in einer Presseerklärung mitteilte, wird das diesjährige Stadtfest abgesagt. „Auch, wenn es besonders deswegen schwerfällt, weil schon so vieles in diesem Jahr abgesagt werden musste, muss die Entscheidung auch für das Dreingaufest so getroffen werden“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder .

Die bisherigen Planungen lägen seit Mitte März auf Eis. Aktuell seien bis Ende August alle Großveranstaltungen durch die Coronaschutzverordnung des Landes NRW untersagt, und es sei nicht davon auszugehen, dass dies Mitte September schon bedeutend anders sein werde. Bevor ein solches Fest, insbesondere mit geselligem Abendprogramm, wieder durchgeführt werden könne, müsse es im medizinischen Bereich nennenswerte Fortschritte in Bezug auf die Entwicklung von Impf- und Behandlungsmöglichkeiten geben. „Daran wird zwar weltweit mit Hochdruck gearbeitet, aber bis zum Spätsommer ist das kaum zu erwarten – schon gar nicht flächendeckend“, so der Bürgermeister weiter.

Zu einem späteren Zeitpunkt

Da nun aber bald die Künstler sowie sonstigen Akteure und Dienstleister gebucht oder beauftragt werden müssten, bleibe nur die Absage und Verschiebung auf einen deutlich späteren Zeitpunkt. Dabei solle es dann auch ein „Dankesfest“ für all diejenigen geben, die sich dafür einsetzen, die aktuelle Krise zu bewältigen. „Und das tun in meinen Augen alle, egal ob zu Hause in der Familie, am Arbeitsplatz sowie ganz viel auch ehrenamtlich“, macht Grawunder deutlich, dass er hierbei weder differenzieren noch bewerten möchte. „Ganz viel findet gerade jetzt im Verborgenen statt, funktioniert einfach und verdient, genauso anerkannt zu werden, wie die öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen.“

Hinsichtlich der Oper „Nabucco“, die bislang für den 15. August geplant war, habe die veranstaltende Agentur nun gestern mitgeteilt, dass sämtliche für dieses Jahr geplanten Aufführungen ins nächste Jahr verschoben würden. Weitere Einzelheiten dazu sollen in absehbarer Zeit bekanntgegeben werden, heißt es in der Mitteilung abschließend.

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