RVD-Turnier unter strengen Auflagen
Startplätze in 15 Minuten vergeben

Drensteinfurt -

Das Reitturnier ist die erste sportliche Großveranstaltung in der Wersestadt seit Inkrafttreten der Corona-Richtlinien. Es wird ohne Publikum und unter strengen Auflagen am 27. und 28. Juni stattfinden. Und doch war der Run auf die Startplätze enorm.

Freitag, 19.06.2020, 13:47 Uhr
Freuen sich, dass das Turnier des RV Drensteinfurt trotz erheblicher Einschränkungen stattfinden kann (v.r.): Bernd Overmann (dritter Vorsitzender RVD), Sponsor Ralf Borgmann, Reiterin Lara Overmann und Andreas Kurzhals (Vorsitzender RVD).
Freuen sich, dass das Turnier des RV Drensteinfurt trotz erheblicher Einschränkungen stattfinden kann (v.r.): Bernd Overmann (dritter Vorsitzender RVD), Sponsor Ralf Borgmann, Reiterin Lara Overmann und Andreas Kurzhals (Vorsitzender RVD). Foto: Dietmar Jeschke

Eigentlich hatte man alles bereits abgesagt. Doch dann waren die ersten „Geister-Sportwettbewerbe“ wieder erlaubt. Im Profi-Bereich sicher nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen, doch geht es auch im Amateurbereich für viele Vereine und Aktiven in der aktuellen Corona-Krise um die Existenz.

Für den Pferdesport hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung nun die Initiative ergriffen – und den Drensteinfurter Reiterverein ermuntert, sein traditionelles Turnier trotz der Corona-Lage durchzuziehen. Und das werden die Aktiven um ihren Vorsitzenden Andreas Kurzhals am 27. und 28. Juni tun – unter strikten Hygieneauflagen, versteht sich.

Aber nicht nur das: Die erste sportliche Großveranstaltung in der Wersestadt seit Inkrafttreten der Corona-Richtlinien wird nicht nur ohne Publikum stattfinden. Sie wird außerdem als reines Springturnier mit lediglich einem Drittel der normal üblichen Prüfungen über die Bühne gehen. Das Starterfeld wurde auf 567 Nennungen reduziert – im vergangenen Jahr waren es noch 1410. Entsprechend groß war der Ansturm, als das Online-Meldeverfahren eröffnet wurde. „Wir waren trotz der erhöhten Startgebühren innerhalb einer Viertelstunde ausgebucht“, berichtet Andreas Kurzhals.

Das zuvor erstellte und von der Stadt abgesegnete fünfseitige Hygienekonzept sieht unter anderem vor, dass jeder Teilnehmer nur eine Begleitperson mitbringen darf. Die Zufahrt zum Turnierplatz erfolgt über ein Einbahnstraßensystem, das Begegnungsverkehr verhindern soll. Schleifen und eine offizielle Siegerehrung wird es dazu nicht geben – die Starter werden das Gelände unmittelbar nach ihrer Teilnahme wieder verlassen.

Prüfungen auf dem neuen Hauptspringplatz

Die Prüfungen selbst finden nicht wie bislang üblich auf drei Plätzen, sondern lediglich auf dem neuen Hauptspringplatz statt. „Mit Top-Bodenverhältnissen“, verweist der RVD-Vorsitzende auf die jüngste Großinvestition des Vereins.

Dass die Ausrichtung der Veranstaltung trotz des erheblichen Mehraufwandes und des reduzierten Starterfeldes überhaupt möglich ist, sei, so Kurzhals, lediglich der Unterstützung der Sponsoren zu verdanken. Erwartet werden zu dem Wettbewerb, dessen Höhepunkt die Springprüfung in der Klasse M mit 70 Anmeldungen sein wird, Reiter aus dem Kreis Warendorf sowie aus Unna, Hamm, Coesfeld und Münster. Die Turnierleitung liegt in den Händen von Geschäftsführer Andreas Rak und den Vorsitzenden Andreas Kurzhals, Heinrich Mackenbrock und Bernd Overmann. Parcourschef ist Hermann Cortemme aus Oelde.

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