Stadt und Patenkompanie wollen Absichtserklärung unterzeichnen
Partner auch in schwieriger Zeit

Drensteinfurt -

An gemeinsame Veranstaltungen ist derzeit nicht zu denken. Trotzdem ist den Vertretern von Stadt und Bundeswehrpatenkompanie ein besonderes Anliegen, die gemeinsame Partnerschaft lebendig zu halten. Dazu wird nun eine Erklärung unterzeichnet.

Montag, 22.06.2020, 22:29 Uhr
Bei der feierlichen Einweihung des neugestalteten Marktplatzes im vergangenen November war auch die Partnerkompanie der Bundeswehr vertreten. An Auftritte wie diese ist angesichts der Corona-Situation aber vorerst nicht zu denken.
Bei der feierlichen Einweihung des neugestalteten Marktplatzes im vergangenen November war auch die Partnerkompanie der Bundeswehr vertreten. An Auftritte wie diese ist angesichts der Corona-Situation aber vorerst nicht zu denken. Foto: Dietmar Jeschke

Die Corona-Krise beeinflusst nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Auch die Bundeswehr muss ihren Dienstalltag an die geänderten Rahmenbedingungen anpassen. Gerrit Sperling ist Kompaniechef der Dritten Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in der Westfalen-Kaserne, ihres Zeichens Partnerkompanie der Stadt Drensteinfurt. „Auf Grund der Corona-Pandemie hat sich unser Dienst deutlich verändert“, betont der Stabsoffizier ausdrücklich. Oberstes Ziel der militärischen Führung sei von Beginn an die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und der Gesundheitsschutz der Soldaten der Kompanie gewesen, so Major Sperling.

„Wir haben uns intern so strukturiert, dass wir jederzeit Amtshilfe- oder Unterstützungsleistungen durchführen können“, sagt er. So haben Soldaten der Ahlener Kompanie über mehrere Wochen in einem Corona- Behandlungszentrum in Bottrop gearbeitet.

„Trotz der Pandemie kann und muss weiterhin die Grundausbildung, laufbahnrelevante Ausbildung und die einsatzvorbereitende Ausbildung sichergestellt werden“, unterstreicht der Kompaniechef ausdrücklich. Hierzu führt die Kompanie bereits wieder praktische Ausbildungen in der Westfalen-Kaserne durch. „Auch hier steht der Gesundheitsschutz an erster Stelle.“ Von Normalzustand könne also auch in der „Dritten“ keine Rede sein. Abstandsregeln und Alltagsmasken bestimmten auch den Alltag der Ahlener Aufklärer.

Die Bundeswehr habe mittlerweile aus sehr kreative Lösungen gefunden, um Lehrgänge trotz der geforderten Kontaktbeschränkungen durchführen zu können. Viele Lehrgänge beinhalten auch einen umfangreichen theoretischen Anteil, welcher nun in Online-Modulen absolviert werden kann.

„Dank der modernen IT- Ausstattung können Lehrgänge durch Telefon- und Videokonferenzen problemlos vom Arbeitsplatz in der Kaserne oder von Zuhause durchgeführt werden“, freut sich Major Sperling. Ob und wann sich die Soldaten der Kompanie wieder öffentlich in Drensteinfurt zeigen können, ist weiterhin unklar. Der Wunsch sei auf jeden Fall spürbar: „Wir wünschen den Bürgern unserer Partnergemeinde beste Gesundheit und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen“, betont Major Gerrut Sperling.

Bürgermeister Carsten Grawunder freut sich über die beschlossene Partnerschaft zwischen der „Dritten“ und der Stadt Drensteinfurt. „Wir können hier an eine lange Tradition anknüpfen, denn bis zur Auflösung der letzten Patenkompanie durch die Bundeswehr auf Grund von Umstrukturierungen gab es intensive partnerschaftliche Beziehungen zur Bundeswehr“, so Grawunder.

Wegen der Corona-Pandemie können aber alle diesbezüglich geplanten Termine nicht stattfinden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Bis es soweit ist, haben Gerrit Sperling und Carsten Grawunder vereinbart, eine entsprechende Absichtserklärung zu unterzeichnen, um die beschlossene Partnerschaft auch in der aktuellen Lage lebendig zu halten.

Besonders erfreut zeigte sich der Bürgermeister über den Einsatz der Kompanie in einem Corona-Behandlungszentrum. „Daran wird deutlich, dass die Bundeswehr nicht nur ein wichtiger Teil unserer Friedenssicherung ist, sondern auch in Friedenszeiten bereit ist, zu helfen und wertvolle Aufgaben zu übernehmen. „Auch die Stadt Drensteinfurt wünscht alles Gute und vor allen Dingen, dass alle Soldatinnen und Soldaten wohlbehalten aus ihren Auslandseinsätzen zurückkommen“, erklärt Grawunder.

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