Erlbad: Saisonkarten-Gewinner steht fest
2400 Gäste in neun Tagen

Drensteinfurt -

Die Erlbadsaison hat begonnen – mit Verspätung und unter etlichen, Corona-bedingten Auflagen. Mit der Resonanz sind Bürgermeister Carsten Grawunder und Schwimmmeister Andreas Willuweit dennoch zufrieden. In den ersten neun Tagen haben rund 2400 Gäste das Drehkreuz passiert.

Dienstag, 23.06.2020, 23:06 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 23:10 Uhr
Gemeinsam mit Schwimmmeister Andreas Willuweit (r.) zog Bürgermeister Carsten Grawunder den Gewinner des Saisonkartengutscheins. Das Kleinkinderbecken im Hintergrund verfügt künftig über eine vollautomatische Beschattungsanlage.
Gemeinsam mit Schwimmmeister Andreas Willuweit (r.) zog Bürgermeister Carsten Grawunder den Gewinner des Saisonkartengutscheins. Das Kleinkinderbecken im Hintergrund verfügt künftig über eine vollautomatische Beschattungsanlage. Foto: Dietmar Jeschke

Einen derart späten Saisonstart gab es im vergangenen halben Jahrhundert nur ein einziges Mal – und zwar, als das Erlbad vor rund 20 Jahren grundsaniert worden war. In diesem Jahr nun hat das Freibad gleichfalls erst Mitte Juni seine Pforten geöffnet – aus bekanntlich guten Gründen und unter strikten Auflagen.

Die ersten Zahlen können sich dennoch sehen lassen: Bis Montagnachmittag hatten 2400 Gäste (samt Mund- und Nasenschutz) das Drehkreuz passiert. Knapp 500 von ihnen haben an der traditionellen Verlosungsaktion teilgenommen. Den Gewinner zog Bürgermeister Carsten Grawunder gemeinsam mit Erlbadleiter Andreas Willuweit am Rande des Kinderbeckens. Er heißt Peter Theermann, kommt aus Ascheberg und darf sich auf einen Gutschein für eine Erwachsenenjahreskarte für die Saison 2021 freuen. Und die, sind Willuweit und Grawunder zuversichtlich, wird wohl ziemlich sicher wieder früher – und unter anderen Bedingungen – starten.

Insgesamt, erklärte Andreas Willuweit, seien die ersten Tage trotz der Corona-Schutzmaßnahmen gut über die Bühne gegangen. Die meisten Badegäste zeigten Verständnis ob der Schutzauflagen – innerhalb der Gebäude sind Mund- und Nasenschutz Pflicht. Und auch der „leidige Papierkram“ – vor dem Betreten des Bades müssen die Besucher ihre Daten in eigens erstellte Formblätter eintragen – werde mehr oder weniger klaglos hingenommen. Läuft alles nach Plan, dann soll die „Zettelwirtschaft“ aber nun tatsächlich bald ein Ende haben. Wie berichtet, konnte der Online-Ticket-Shop samt Terminbuchungssystem nicht rechtzeitig an den Start gehen. Mittlerweile, erklärte Carsten Grawunder, stehe das Buchungssystem weitestgehend. Probleme bereite jedoch weiterhin das eigentlich vorgesehene digitale Zahlungssystem. Doch auch dieser Situation will die Stadt mit Improvisation begegnen. Ist der Web-Shop fertig, soll er umgehend online gehen, damit wenigstens die Terminbuchung möglich ist, niemand wegen Überfüllung nach Hause geschickt werden muss und Schlangen an der Kasse vermieden werden. Die Bezahlung soll dann vorerst weiter vor Ort am Kassenhäuschen erfolgen.

„Für Jahreskarteninhaber ist das aber natürlich eh kein Thema“, sagt Schwimmmeister Andreas Willuweit, der trotz der Einschränkungen und der verkürzten Saison weiter für die Saisontickets wirbt. „Bei diesem Wetter kann man an einer Hand abzählen, wie schnell man die Jahreskarte raus hat“, sagt er.

Die Ziehung des diesjährigen Ticket-Gewinners erfolgte übrigens am Rande des Kleinkinderbeckens, dessen junge Besucher sich in den kommenden Wochen über eine sinnvolle und angenehme Neuerung freuen dürfen. Denn über dem Becken wird bei prallem Sonnenschein künftig ein neun mal neun Meter großes, strahlend blaues Sonnensegel vor zu hoher UV-Belastung schützen. Am Montag wurde das letzte Fundament der bei zu hoher Windbelastung vollautomatisch einfahrenden Beschattungsanlage gegossen, die noch in dieser Woche in Betrieb gehen soll.

Da sich während der ersten Woche der Besuch des jüngeren Publikums noch in Grenzen gehalten hat, machte Andreas Willuweit noch einmal klar, dass trotz der Corona-Einschränkungen nicht nur „Bahnen schwimmen“ angesagt ist. „Es darf auch getobt werden – wenn denn die Abstandsregeln eingehalten werden“, so der Leiter des Stewwerter Freibades, der im Bedarfsfall mit seinem Team die dazu nötigen Hinweise gibt.

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