Ferienprogramm gestartet
Der große Ansturm ist ausgeblieben

Drensteinfurt -

Mit Verspätung ist am Mittwoch das Sommerferienprogramm im und um den Kulturbahnhof gestartet – mit deutlich weniger Kindern, als das Team von Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck erwartet hätte. Entsprechend gibt es für einige Programmpunkte noch freie Plätze.

Donnerstag, 02.07.2020, 20:47 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 15:04 Uhr
D
D Foto: Dietmar Jeschke

Nein, etwas Derartiges haben Jugendpfleger Rüdiger Pieck und sein Team im vergangenen Jahrzehnt noch nicht erlebt. Zunächst musste das bewährte Sommerferienprogramm komplett „Corona-konform“ umgestrickt werden. Kurz bevor es dann eigentlich losgehen sollte, kam der „Tönnies-Lockdown“. Und als es schließlich am Mittwoch endlich „grünes Licht“ gab, schüttete es wie aus Eimern. „Dass es im Sommer noch einmal regnet, damit hat wohl niemand mehr gerechnet“, schmunzelt Pieck.

Der Laune der Teilnehmer beim Auftakt von „Kuba-Galli“ als „abgespeckte“ Variante der seit nun zehn Jahren stattfindenden Ferienauftaktaktion „Halli-Galli“ tat dies keinen Abbruch. „Außer Skateboardfahren konnten alle geplanten Workshops stattfinden“, berichtet Rüdiger Pieck.

Wie das Wort „Kuba“ schon sagt, dreht sich das Ferienprogramm in diesem Jahr hauptsächlich um den Kulturbahnhof. Dort standen – bei mittlerweile deutlich besserem Wetter – am Donnerstag unter anderem Bastelaktionen und Bobbycar-Rennen auf dem Programm. Und das natürlich in kleinen Gruppen, mit Abstand und bei Bedarf mit Mund- und Nasenschutz.

Die Resonanz auf die ersten Aktionen, berichtet der Stadtjugendpfleger weiter, sei zwar gut gewesen, lag aber weit unter dem, was man in der Vergangenheit gewohnt war und was man trotz Corona für dieses Jahr erwartet hatte. Waren es in den vergangenen Jahren rund 500 Kinder, die an den Ferienaktion teilgenommen hatten, so lagen Anfang der Woche gerade einmal 329 Anmeldungen vor. Aus ganz verschiedenen Gründen, weiß auch Rüdiger Pieck. Da die Veranstaltungen nur in kleinen Gruppen stattfinden können, können die Kinder nicht unbedingt an jedem Tag teilnehmen. Zudem ist die Platzzahl in den Workshops begrenzt, so dass es für besonders gefragte Angebote – wie etwa das Bogenschießen – zahlreiche Absagen geben musste. „Das Programm ist natürlich nicht so attraktiv wie sonst“, erklärt Pieck weiter. „Es fehlt einfach der Event-Charakter.“ Für einige der jungen Teilnehmer sei das aber nicht unbedingt ein Nachteil. „Wir hatten auch Kinder, die waren mit den ersten Workshops super zufrieden“, sagt Rüdiger Pieck.

Damit alles „rund“ läuft, sind derzeit fast 30 „Teamer“ im und um den Kulturbahnhof im Einsatz. Rüdiger Pieck selbst zieht im Büro die sprichwörtlichen Fäden, was schon mit einigem Stress verbunden ist. „Wir bekommen pro Tag mindestens 50 E-Mails mit An-, Nach- und Ummeldungen“, so Pieck, der betont, dass es für etliche Angebote noch freie Plätze gibt. So etwa für das „Baucamp“ in der dritten Ferienwoche, an dem insgesamt 100 Kinder teilnehmen können. 80 Anmeldungen liegen bereits vor. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Stadt Drensteinfurt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7477820?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nachrichten-Ticker