Kein Dorf-Tag, kein Weihnachtsmarkt
Liste der Absagen wird länger

Walstedde/Rinkerode -

Die Liste der ausfallenden Veranstaltungen wird immer länger. Nachdem kürzlich die Organisatoren des Rinkeroder Weihnachtsmarktes die Reißleine gezogen hatten, sagt nun auch das Team „Dorf-Tag Walstedde“ die für den 5. September geplante Veranstaltung ab.

Donnerstag, 09.07.2020, 08:15 Uhr
Der erste Walstedder Dorf-Tag 2018 war ein großer Erfolg und gut besucht. Die zweite Auflage sollte Anfang September stattfinden. Nun muss sie auf 2021 oder 2022 verschoben werden.
Der erste Walstedder Dorf-Tag 2018 war ein großer Erfolg und gut besucht. Die zweite Auflage sollte Anfang September stattfinden. Nun muss sie auf 2021 oder 2022 verschoben werden. Foto: sibe

Alle Schützenfeste fallen in diesem Sommer aus, auch den Renntag und das Dreingaufest wird es nicht geben. Nun sind zwei weitere Absagen auf der ohnehin schon langen Liste dazu gekommen. Nachdem kürzlich die Organisatoren des Rinkeroder Weihnachtsmarktes die Reißleine gezogen hatten, zieht auch das Team „Dorf-Tag Walstedde“ nach und sagt die für den 5. September geplante Veranstaltung ab.

„Denn Großveranstaltungen, und dazu gehören auch Stadt- und Straßenfeste, sind bis zum 31. Oktober nicht erlaubt. Ob der Dorf-Tag im Jahr 2021 nachgeholt wird, soll im Frühjahr entschieden werden“, heißt es in der Mitteilung der Verantwortlichen. Alle Teammitglieder bedauern die Absage, hatten sie sich doch auf einen ereignisreichen Tag im Herzen des Dorfes gefreut. „Es waren schon fast genauso viele Stände vergeben wie im Jahr 2018. Wir freuen uns nun auf den Dorf-Tag 2021 oder 2022. Wir und die gesamte Interessengemeinschaft werden jetzt erst einmal die weitere Entwicklung abwarten und im Frühjahr eine Entscheidung fällen“, berichtet das Orga-Team.

Kosten seien noch nicht entstanden. „Wir haben im Vorfeld mit allen Partnern vereinbart, dass wir bis Anfang Juli stornieren können. So entstehen den Mitgliedern der IG auch in diesem Jahr keine Kosten.“

Enorme Auflagen erwartet

Schweren Herzens hatten vor Kurzem auch die Initiatoren des Rinkeroder Weihnachtsmarktes um Thomas Beuckmann die für das erste Adventswochenende geplante Veranstaltung abgesagt. Man sei nicht in der Lage, „die enormen Auflagen, die uns mit Sicherheit auferlegt werden, erfüllen zu können“. In Rinkerode ließe sich vieles allein schon platztechnisch nicht umsetzen, heißt es in einem Schreiben an alle „Freunde des Weihnachtsmarktes“. Für Beuckmann waren insbesondere auch der jüngste Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf sowie die Absage der Soester Allerheiligenkirmes ausschlaggebend für diese Entscheidung, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt. Auch beruflich hat Beuckmann, der im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz tätig ist, aktuell viel mit Corona und den damit verbundenen Beschränkungen zu tun. „Ich habe mir auch andere fachlich fundierte Meinungen einholen können. Und wir wären einfach nicht in der Lage gewesen, alle Grundregeln einzuhalten.“ Viele ältere Menschen zum gemeinsamen Kaffeetrinken im Pfarrzentrum, Geselligkeit am Glühwein-Stand: Wie sollte das mit ausreichend Abstand funktionieren?

Der Beschluss im Team sei dann auch deshalb so früh gefasst worden, um den Standbetreibern die Chance zu geben, sich für dieses Jahr anders zu orientieren. Beuckmann selbst hat indes eine Idee, wie man den Ausfall zumindest ein klein wenig kompensieren könnte: Der Heimatverein könnte im Advent sein heiß begehrtes Brot trotzdem backen, dazu vielleicht noch Glühwein, Kaffee und Kuchen anbieten. Details will der Weihnachtsmarkt-Organisator bald abklären.

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