„Quartett“ übernimmt den Posten der Wirtschaftsförderung
„Überzeugende Lösung“

Drensteinfurt -

Die vakante Stelle der städtischen Wirtschaftsförderung ist - übergangsweise - neu besetzt. Ein „Quartett“ aus teilweise langjährigen Verwaltungsmitarbeitern wird die Aufgaben bis ins Frühjahr 2021 übernehmen.

Samstag, 11.07.2020, 12:44 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 13:08 Uhr
Rechtsrat Jan Schwering (M.) freut sich über die seiner Ansicht nach gelungene Aufgabenteilung im Bereich Wirtschaftsförderung. Den Posten teilen sich künftig Laura Volkmar, Frederik Müller, Frank Kronshage und Alessa Dohm (v. li.).
Rechtsrat Jan Schwering (M.) freut sich über die seiner Ansicht nach gelungene Aufgabenteilung im Bereich Wirtschaftsförderung. Den Posten teilen sich künftig Laura Volkmar, Frederik Müller, Frank Kronshage und Alessa Dohm (v. li.). Foto: Dietmar Jeschke

Dass man sich nur wenige Monate nach der Vorstellung von Sophia Gorschlüter erneut Gedanken um die Besetzung des Postens der städtischen Wirtschaftsförderung Gedanken machen musste, damit hatte in der Verwaltung wohl niemand wirklich gerechnet. Für viele überraschend, hat die Nachfolgerin der langjährigen Wirtschaftsförderin Ute Homann jedoch bereits wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt das berühmte Handtuch geworfen. Ersatz musste also her – und das möglichst rasch.

Um aber ein langwieriges Bewerbungsverfahren zu vermeiden, wurde die Stelle daher ausschließlich verwaltungsintern ausgeschrieben (unsere Zeitung berichtete). Mit überaus positiver Resonanz, hatten sich doch gleich vier interessierte Verwaltungsmitarbeiter beworben, wie Rechtsrat Jan Schwering als allgemeiner Vertreter des sich im Urlaub befindenden Bürgermeisters Carsten Grawunder am Freitagvormittag erklärte. „Da stellte sich uns natürlich die Frage, warum man die guten Ideen und die Kreativität nicht einfach bündeln sollte“, sagte Schwering. Und genau das wird nun – vorerst – auch passieren. Befristet bis April kommenden Jahres werden die Aufgaben im Bereich Wirtschaftsförderung sowohl von Frank Kronshage als auch von Laura Volkmar, Alessa Dohm und Frederik Müller wahrgenommen.

Der gelernte Tischler und langjährige selbstständige Gastronom Frank Kronshage ist seit 2015 im Ordnungsamt und im Bürgerbüro der Verwaltung beschäftigt. 2019 hat er den Lehrgang zum Verwaltungswirt erfolgreich beendet. Aktuell befindet er sich in der Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt. Seit 2016 ist Kronshage außerdem stellvertretender Leiter der Feuerwehr.

Ebenfalls im Fachbereich drei der Verwaltung ist die Verwaltungsfachwirtin Laura Volkmar tätig. Ihre Laufbahn bei der Stadt hat sie im Jahr 2010 begonnen. Seit 2017 ist sie zudem stellvertretende Fachbereichsleiterin. Gemeinsam Frank Kronshage wird sich Volkmar künftig neben ihren Kernaufgaben auch um den Bereich der „klassischen Wirtschaftsförderung“ und um das Stadtmarketing kümmern.

Bereits seit 2004 ist die Verwaltungsfachwirtin Alessa Dohm im Dienst der Stadt. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten war sie zunächst im Hauptamt beschäftigt, bevor sie 2008 in den Fachbereich vier (Familien, Schulen, Sport und Soziales) wechselte. Im vergangenen Jahr übernahm sie schließlich die Position der persönlichen Referentin von Bürgermeister Carsten Grawunder. Seit 2012 ist Dohm außerdem Standesbeamtin. Hinzu kommen nun die Aufgaben im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Tourismusförderung.

Noch relativ neu im Team der Verwaltung ist der Bachelor in Verwaltungswissenschaften Frederik Müller. Er trat 2018 seinen Dienst im Fachbereich eins (Personal, Steuerung und Zentrale Dienst) an und wird sich künftig auch der stadtregionalen Zusammenarbeit widmen.

„Ich bin von dieser Lösung sehr überzeugt“, erklärte Jan Schwering bei der Vorstellung der vier neuen Wirtschaftsförderer, die ihren Dienst offiziell bereits am 1. Juni übernommen haben. Ob das so gewählte „Viertel-Stellen-Konstrukt“ eine Dauerlösung sein könnte? Eher nicht, erklärte Schwering, dass man das Aufgabenspektrum perspektivisch doch gerne wieder in einer Person bündeln möchte. Voraussichtlich im Herbst, so der Rechtsrat, soll dazu eine Stellenausschreibung erfolgen. „Aber wer weiß? Vielleicht wird sich ja einer – oder alle – der jetzigen Wirtschaftsförderer dann erneut bewerben“, so Schwering.

An Aufgaben mangelt es dem neuen Wirtschaftsförderungsteam übrigens trotz der zahlreichen abgesagten (Groß-) Veranstaltungen nicht. Eine „Großbaustelle“: das unlängst verabschiedete Corona-Hilfspaket, für dessen Abwicklung Frank Kronshage und Laura Volkmar maßgeblich mitverantwortlich sind.

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