Heimatverein plant zweieinhalb Meter hohes Modell
Hirsch thront bald im Kreisverkehr

Drensteinfurt -

Wer über den Ahlener Weg in die Wersestadt hineinfährt, den begrüßt in Zukunft ein lebensgroßer Hirsch. Das Motiv aus dem Drensteinfurter Stadtwappen soll als Stahl-Modell einen würdigen und für alle sichtbaren Platz mitten im Kreisverkehr bekommen. Dafür hat sich der Heimatverein stark gemacht.

Mittwoch, 22.07.2020, 07:40 Uhr
Josef Reher (v.l.), Ludger Niesmann, Franz-Josef Naber, Regionalmanagerin Jana Uphoff, Günter Neuer und Günter Koch (alle Heimatverein) haben das Hirsch-Projekt geplant. Mitten im Kreisverkehr Ahlener Weg/Hammer Straße soll das zweieinhalb Meter hohe Modell platziert werden
Josef Reher (v.l.), Ludger Niesmann, Franz-Josef Naber, Regionalmanagerin Jana Uphoff, Günter Neuer und Günter Koch (alle Heimatverein) haben das Hirsch-Projekt geplant. Mitten im Kreisverkehr Ahlener Weg/Hammer Straße soll das zweieinhalb Meter hohe Modell platziert werden Foto: Nicole Evering

Die eigentliche Idee dazu kam von Mitglied Günter Koch . Schon vor mehreren Jahren hatte er dies angeregt und erste Unterlagen zusammengestellt. „Die sind dann irgendwie verloren gegangen – und im vergangenen Jahr zufällig wieder aufgetaucht“, erinnert er sich mit einem Schmunzeln. Mit dem Heimatverein im Rücken wurde dem Projekt dann so richtig Leben eingehaucht. Besonders wichtig: die Finanzierungsfrage.

An dieser Stelle kam das Landesprogramm „Vital NRW im Kreis Warendorf“ ins Spiel, dem acht Kommunen angeschlossen sind und über das verschiedene Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raums realisiert werden. In das Programm „Förderung von Kleinprojekten“ passte die Idee des Heimatvereins perfekt hinein. Unterstützt werden dabei investive Maßnahmen von Kommunen, Vereinen oder Privatpersonen, die das Stadtbild verschönern und die öffentlich zugänglich sein müssen, mit einem Budget von bis zu 20 000 Euro. „80 Prozent der Kosten übernehmen wir, den Rest trägt der Initiator als Eigenanteil“, erklärt Regionalmanagerin Jana Uphoff – die darauf hinweist, dass aus eben diesem Topf für das Jahr 2020 noch 35 000 Euro zu vergeben sind. Projektideen können bis zum 3. August per E-Mail an regionalmanagement@8plus-vital. nrw gemeldet werden.

Statik-Berechnung auf 80 Seiten

Doch zurück zum Stewwerter Hirsch. Der Kreis Warendorf als Eigentümer der Kreisverkehr-Fläche hat dem Heimatverein eine Nutzung für zwölf Jahre genehmigt. „Dann musste eine Statik-Berechnung erstellt werden. Die umfasst sage und schreibe 80 Seiten“, weiß der Vorsitzende Franz-Josef Naber. Doch auch diese bürokratische Hürde ist gemeistert. Und das anderthalb Tonnen schwere Modell aus Stahl gibt es ebenfalls schon. Noch liegt es sicher verwahrt auf dem Hof von Ludger Niesmann. Denn zunächst muss mit Hilfe des Bauhofes ein Betonfundament gegossen werden, auf das eine steinerne Furt aus Feldsteinen aufgesetzt wird. Darauf soll der Hirsch thronen. Das gesamte Ensemble wird eine Höhe von zweieinhalb und eine Länge von etwas mehr als zwei Metern haben. Die feierliche Enthüllung soll am 3. Oktober um 14 Uhr sein.

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