FDP stellt Wahlprogramm vor
Gelbes Sofa rückt Themen ins Blickfeld

Drensteinfurt -

Die Freien Demokraten starten in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. „Wer seine Heimat liebt, macht sie besser“, lautet die Überschrift ihres Wahlprogramms. „Mit einem Spitzen-Quartett aus zwei Frauen und zwei Männern wird die FDP um die Gunst der Wähler werben“, schreibt die FDP.

Sonntag, 02.08.2020, 08:11 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 15:17 Uhr
Sonja Berstermann-Kowalke und Burkhard Wieland nehmen auf dem gelben Sofa Platz, mit dem die FDP auf wichtige Themen aufmerksam machen will.
Sonja Berstermann-Kowalke und Burkhard Wieland nehmen auf dem gelben Sofa Platz, mit dem die FDP auf wichtige Themen aufmerksam machen will. Foto: FDP

„Wir wollen eine digitale und bürgerfreundliche Verwaltung. Drensteinfurt muss Vorreiter bei der Erledigung von Behördengängen über das Internet werden – also per App zum Amt“, skizziert Burkhard Wieland das Anliegen, die Verwaltung zu modernisieren. In den Fokus nehmen die Liberalen auch das Thema „Verkehr“. Gedankenspielen anderer Parteien, flächendeckend Tempo 30 einzuführen und die Autos aus der Innenstadt zu verbannen, erteilen sie eine klare Absage. „Wir wollen Autos sauberer machen, aber nicht verbannen“, betont Ratskandidat Uwe Hagemann .

Da die FDP das Thema „Beste Schule für Drensteinfurt“ für wichtig erachtet, wollen die Liberalen neben weltbester Bildung auch einen Fokus auf sichere Schulwege legen. Besonders ist ihnen der Zebrastreifen an der T-Kreuzung Schützenstraße/Konrad-Adenauer-Straße ein Dorn im Auge. Die Verkehrssituation dort sei, insbesondere in der dunklen Jahreszeit, sehr unübersichtlich. Spitzenkandidatin Sonja Berstermann-Kowalke fordert daher eine Ampel, um Grundschülern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen. „Aufgrund der neuen Baugebiete müssen immer mehr Kinder die Adenauer-Straße überqueren. Eine Ampel ist an dieser Stelle wichtig – auch vor dem Hintergrund der bald beginnenden Arbeiten im Baugebiet ‚Mondscheinweg‘. Wir können nicht auf den Kreisverkehr warten, sondern brauchen vorher eine Behelfsampel für die Sicherheit der Kinder“, sagt Ber-stermann-Kowalke.

Ein Dauerbrenner sei eine weitere Drogerie auf der südlichen Seite der Bahn, heißt es in der Mitteilung weiter. Diese Forderung hätten die Liberalen bereits im Wahlkampf 2014 erhoben, seien jedoch an der Mehrheit im Rat gescheitert. „Inzwischen wohnen noch mehr Menschen auf der südlichen Seite der Bahn. Menschen, die wegen eines fehlenden Angebotes zum Einkaufen in angrenzende Städte fahren, sind zudem für die Einzelhändler in der Innenstadt verloren. Das dürfen wir im Sinne der Attraktivität unserer Stadt nicht zulassen. Daher wollen wir einen zweiten Anlauf bei diesem wichtigen Thema starten“, so Direktkandidatin Julia Otto.

Verbesserung des Nahverkehrs

Auch das Thema „Verbesserung des Nahverkehrs“ – vor allem der Busanbindung von Walstedde und ein noch besserer Zug-Takt für Rinkerode – finden sich im Wahlprogramm, wie auch ein deutliches Nein zu einem gewerbeschädlichen Ausbau des Göttendorfer Weges in Rinkerode und eine entschiedene Positionierung pro Freibad. Die Liberalen kritisieren, dass das Freibad im Zuge des gegen die Stimmen der FDP beschlossenen Klimanotstandes mehrfach zum Zankapfel geworden sei. Es gebe Stimmen im Rat, die einen Betrieb in der jetzigen Form für nicht mit dem Klimaschutz vereinbar hielten. „Die FDP will das Freibad erhalten und weiter verbessern. Statt die Heizung abzuschalten, wollen wir für die Zukunft neue, umweltfreundlichere Wege der Beheizung gehen. Aber ein beheiztes Freibad ist wichtig für Drensteinfurt. Es hält die Menschen fit und gesund und ermöglicht unseren Kindern, schwimmen zu lernen. Wir stehen zum Freibad“, so Spitzenkandidatin Berstermann-Kowalke.

Orte an denen die FDP etwas verbessern möchte, besuchen die Liberalen aktuell mit ihrem gelben Sofa. „Wir freuen uns auch über Hinweise aus der Bevölkerung, wo wir unsere Heimat besser machen können. Gerne kommen wir dann vorbei und hören den Bürgern im Gespräch auf unserem gelben Sofa zu“, so der Vorsitzende der FDP Drensteinfurt, Markus Diekhoff.

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