Start des Gallischen Dorfes am Kulturbahnhof
Beim Teutates!

Drensteinfurt -

Seit gestern tummeln sich die Gallier am Drensteinfurter Kulturbahnhof. Der Verein Sonnenstrahl hat sich für sein Ferienprogramm viele spannende Workshops einfallen lassen. So lernen die Kinder unter anderem Zaubertricks, bauen Insektenhotels und schnitzen Holzschwerter.

Dienstag, 04.08.2020, 15:16 Uhr
Szenen aus dem gallischen Dorf (von oben links im Uhrzeigersinn): Kleine Löcher haben die Kinder in die Holzstämme gebohrt – fehlt nur noch die kunstvolle Verzierung und fertig ist das Insektenhotel. Im Umgang mit dem Katapult war Geschick und ballistisches Augenmaß gefragt. Begrüßt wurden die Kinder mit einem Plakat, dass die Teamer des Camps gestaltet haben. Ein Richtiger Römer lernt auch den Umgang mit dem Schwert sowie mit Pfeil und Boden.
Szenen aus dem gallischen Dorf (von oben links im Uhrzeigersinn): Kleine Löcher haben die Kinder in die Holzstämme gebohrt – fehlt nur noch die kunstvolle Verzierung und fertig ist das Insektenhotel. Im Umgang mit dem Katapult war Geschick und ballistisches Augenmaß gefragt. Begrüßt wurden die Kinder mit einem Plakat, dass die Teamer des Camps gestaltet haben. Ein Richtiger Römer lernt auch den Umgang mit dem Schwert sowie mit Pfeil und Boden. Foto: Ulrich Schaper

Asterix und Obelix, das sind die beiden Titelhelden, der gleichnamigen französischen Comic-Serie. Während sich Asterix in der Regel erst einen Schluck von Miraculix Zaubertrank genehmigen muss, ehe er das Haus verlässt, beschränken sich Obelix’ Softskills im Wesentlichen auf das Verprügeln der Römer und das Jagen von Wildschweinen. Natürlich aber ist das Leben im unbeugsamen gallischen Dorf noch viel komplexer.

Eindrücklich nachgestellt wird dies derzeit auf dem Gelände des Kulturbahnhofs in Drensteinfurt. Dort hat der Verein Sonnenstrahl seit gestern das „Gallische Dorf“ eröffnet, jenes Ferienprogramm, in dem Kinder unter anderem lernen, Zaubertränke zu brauen, Instrumente herzustellen und (Holz-)Waffen zu schmieden, pardon, schnitzen. „Insgesamt haben sich 238 Kinder für diese Woche angemeldet“, freut sich Koordinatorin Heike Kettner , die inhaltliche Unterstützung von Holger Schneider und dem Team der Familie Frohnatur erhält. Von Montag bis einschließlich Donnerstag, zwischen 9.45 und 16 Uhr, finden täglich 15 Angebote statt. Freitag gibt es morgens wie nachmittags eine Olympiade als Abschluss.

„Die Kinder sind in kleinen Gruppen beisammen und dürfen diese auch nicht verlassen“, sagt Schneider mit Blick auf das Hygiene-Konzept. „Die Kinder machen das super. Die gehen mit der Situation lockerer um, als viele Erwachsene“, ergänzt Kettner. Ihr sei es ein Anliegen gewesen, dass die Kinder wenigstens für einige Stunden unter gleichgesinnten spielen und den Corona-Alltag vergessen können.

Mit viel Liebe zum Detail wurden die Angebote zusammengestellt. Mit einem originalgetreu nachgebauten Mini-Katapult durften die Kinder eine kleine Römerfestung mit Tennis-Bällen beschießen. Schwerter und Schilde wurden geschnitzt und mit Farben bemalt.

Mit dem Angebot „Ein Haus für die Freunde von Idefix“ erfüllten die Kinder sogar einen ökologisch sehr sinnvollen Beitrag: Aus alten Baumstämmen bauten sie Insektenhotels, die dann im eigenen Garten aufgestellt werden sollen. Für den Snack zwischendurch sorgte die Druidenküche: Nachdem die Kartoffelchips geschnitten und mit selbstgemahlenen Gewürzen zubereitet waren, wurden diese in der Feuerschale geröstet.

„Wir hoffen natürlich, dass wir im kommenden Jahr wieder das Ganztages-Angebot anbieten können – ich glaube aber, dass wir hier wirklich ein tolles Programm geschaffen haben“, sagt Heike Kettner.

Anders als im Comic übrigens, wo die zünftige Prügelei zur Tagesordnung dazugehört, herrschte im Drensteinfurter-Dorf durchweg Harmonie und Eintracht. Beim Teutates!

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