Amtsinhaber klar vorne
Grawunder bleibt Bürgermeister

Drensteinfurt -

Carsten Grawunder wurde in Drensteinfurt als Bürgermeister klar im Amt bestätigt. Aufgrund von Komplikationen bei der Auszählung zog sich die Bekanntgabe des Wahlergebnisses allerdings unerwartet lange hin.

Sonntag, 13.09.2020, 22:12 Uhr
Der alte und neue Bürgermeister: Carsten Grawunder.
Der alte und neue Bürgermeister: Carsten Grawunder. Foto: Stadt

Carsten Grawunder bleibt Drensteinfurter Bürgermeister. Das zeichnete sich schon nach Bekanntgabe der ersten Wahlkreisergebnisse ab. Bis Redaktionsschluss lag bedauerlicher Weise noch kein amtliches Endergebnis der Ratswahl vor, da sich die Auszählung in den letzten drei der insgesamt 16 Wahlbezirke unerwartet lange hinzog.

Bis dahin war jedoch klar, dass die Mission der Grünen, mit Heidi Pechmann die erste Frau auf den Chefsessel der Verwaltung zu heben, gescheitert ist. Grund zur Vorfreude gab es hingegen bei der CDU , die den Wahlabend im Rahmen eines privat organisierten Wahlstudios im Livestream der Stadt verfolgte: Sie lag nach der Auszählung von 13 der 16 Wahlbezirke mit 51,2 Prozent auf Kurs absoluter Mehrheit.

Ein packender „Krimi-Abend“ mit unerwartetem Ausgang? Wer darauf am Sonntag gesetzt hatte, der wurde zweifelsohne ein wenig enttäuscht: Eine Wiederholung des „Wahl-Thrillers“ vom 25. Mai 2014, als der damalige Herausforderer Carsten Grawunder vollkommen überraschend Amtsinhaber Paul Berlage mit einem Vorsprung von gerade einmal 128 Stimmen besiegt hatte, die sollte es in diesem Jahr – zumindest bis Redaktionsschluss – nicht geben.

Als Wahlleiter Jan Schwering nach Auszählung von Landrats- und Kreistagswahl um 19.34 Uhr das erste Ergebnis zur Bürgermeisterwahl verkündete, ging ein kleines Raunen durch die dünnbesetzten Reihen im Wahlstudio, das die Verwaltung unter Coronabedingungen und für nur 70 Teilnehmer im Forum der Teamschule eingerichtet hatte. Im Wahlkreis fünf (Grundschule) verbuchte Carsten Grawunder satte 90,2 Prozent der Stimmen auf sich. Herausforderin Heidi Pechmann von den Grünen kam auf lediglich 9,8 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2014 hatte Carsten Grawunder im gleichen Wahlbezirk lediglich 50,8 Prozent der Stimmen errungen.

Der einzige unabhängige Kandidat um ein Ratsmandat, Manfred Kraft , errang übrigens 29,8 Prozent der Stimmen im Wahlbezirk vier. Sein Ziel, das Direktmandat zu erringen, war damit gescheitert. Manfred Kraft zeigte sich aber „trotzdem zufrieden“, dass mit Jonas Volkmar (CDU, 34,4 Prozent) das Mandat dennoch „an einen Ossenbecker geht“.

Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014 hatte die CDU 48,9 Prozent erzielt. Die SPD kam auf 22,7 Prozent), die Grüne auf 20,2 Prozent), die FDP auf 6,7 und der unabhängige Kandidat Kraft auf 1,5 Prozent.

 

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Auszählung in einzelnen Wahllokalen berichten wir über das amtliche Endergebnis der Bürgermeister- und Ratswahl samt Tabellen, Grafiken und Simmen der Beteiligten in der morgigen Ausgabe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7581961?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nachrichten-Ticker