Erweiterungsbau der Kita „Villa Kunterbunt“ ist fertig
Schlüsselübergabe – die Zweite !

Drensteinfurt -

Anfang Mai gerade erste fertiggestellt, war die neue Caritas-Kita an der Blumenstraße schon direkt zu klein. Entsprechend erfolgte unmittelbar der ursprünglich nur als Option gedachte Anbau der vierten Gruppe. Am Mittwoch wurden die Räume offiziell übergeben.

Donnerstag, 01.10.2020, 23:38 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 15:12 Uhr
Bauherr Bernd Horstkötter überreichte Kita-Leiterin Nadja Entrup den symbolischen Schlüssel. Dass der Bau nun fertig ist, freute Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder, Fachbereichsleiter Ludger Althoff und Koch Marius Kortenkämper (v.r.).
Bauherr Bernd Horstkötter überreichte Kita-Leiterin Nadja Entrup den symbolischen Schlüssel. Dass der Bau nun fertig ist, freute Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder, Fachbereichsleiter Ludger Althoff und Koch Marius Kortenkämper (v.r.). Foto: Dietmar Jeschke

Als Bauherr Bernd Horstkötter Anfang Mai den symbolischen Schlüssel überreichte, war das Loch für den Durchbruch zum – so hieß es noch während der Planungsphase – „vielleicht irgendwann mal notwendigen Anbau“ bereits angezeichnet. Fast genau fünf Monate nach Fertigstellung der ersten drei Gruppenräume war Horstkötter nun am Mittwoch erneut zu Gast in der Caritas-Kita „Villa Kunterbunt“ an der Blumenstraße. Im Gepäck: den bei allen Beteiligten bereits bestens bekannten großen blauen Schlüssel, mit dem nun auch der pünktlich fertig gewordene Anbau seiner Bestimmung übergeben wurde.

Zur großen Freude der Kinder der mittlerweile vierten Kita-Gruppe, die bislang übergangsweise in der Turnhalle einquartiert war, berichtet Einrichtungsleiterin Nadja Entrup. Die neuen, lichtdurchfluteten und gleichfalls vom Architekturbüro Rieping entworfenen Räume, die Entrup gemeinsam mit Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder und Fachbereichsleiter Ludger Althoff in Empfang nahm, leuchten in strahlendem Weiß. Und schon bald sollen sie eine eigens angefertigte Abenteuerlandschaft beherbergen. Vor den Fenstern laufen derweil die Arbeiten an der großen Spiellandschaft im Außenbereich auf Hochtouren. Noch etwa sechs Wochen, dann sollen Zäune, Klettergeräte & Co. stehen. „Es geht jetzt alles nahtlos weiter“, verspricht Heinrich Sinder.

Zudem, erklärt Ludger Althoff, befinde man sich derzeit noch in Gesprächen mit dem Kreis Warendorf über eine weitere – allerdings deutlich kompaktere – Erweiterung, für die es wohl nicht der Hilfe von Bauunternehmer Bernd Horstkötter bedarf. Denn damit das geplante Küchenkonzept – Koch Marius Kortenkämper soll künftig nicht nur die Kinder der Caritas-Kita, sondern nach Möglichkeit auch die übrigen katholischen Tagesstätten in der Stadt mit frischen Gerichten versorgen – auch aufgeht, soll in einer Fertiggarage an der Grundstücksgrenze zur Kleiststraße ein zusätzliches Kühllager eingerichtet werden.

Wie Ludger Althoff einräumte, sehe die auf dem Dach der Einrichtung deutlich sichtbar montierte – und im Übrigen beheizbare – Küchen-Abluftanlage zwar gewaltig aus. Einen Rückschluss auf die Dimensionen der Kita-Küche lasse sie aber nicht zu. Die nämlich, schilderte Althoff, sei im Vergleich zu den Ahlener Caritas-Kitas eher kompakt ausgefallen, weshalb man sich nun doch noch einen zusätzlichen Lagerbereich in direkter Reichweite von Herd und Backofen wünscht.

Mit dem Konzept, nicht nur für die eigenen Kita-Kinder zu kochen, verfolgt die Caritas übrigens gleich zwei Ziele. Zum einen, erläutert der Fachbereichsleiter für Kinderbetreuung recht plastisch, sei es halt schon etwas anderes, ob man eine (lauwarme) Pizza per Lieferservice kommen lasse oder ob man sie heiß und frisch im „Ristorante“ serviert bekomme. „Wenn das Essen für die Kindergärten aus Dortmund geliefert wird, wird es schon früh morgens fertig gekocht und dann stundenlang warm gehalten“, sagt Althoff. Anders bei der Caritas, wo der Mittagstisch eben pünktlich zum Mittag fertig ist. Und selbst bei der Mitversorgung weiterer Tagesstätten im Ort seien die Wege dorthin halt recht kurz und damit zügig zu überbrücken. Kurz: „Das Essen kommt frisch auf den Tisch.“

Zum anderen, erklärt der Fachbereichsleiter, habe man natürlich auch die Kosten im Visier. Und wenn man das Küchenpersonal gleich für mehrere Einrichtungen einsetzen könne, reduzierten sich die Beiträge für alle Beteiligten doch ganz erheblich.

Die Caritas-Kita „Villa Kunterbunt“ selbst zählt übrigens aktuell bereits 71 junge Besucher. Und die Tendenz, erklärt Leiterin Nadja Entrup, ist die gleiche wie in den übrigen Einrichtungen im Stadtgebiet: Die zu betreuenden Kinder werden immer jünger. Waren es zuletzt meist mindestens Zweijährige, die angemeldet wurden, so sind viele der jungen Gäste mittlerweile erst etwas über ein Jahr alt. Aufnehmen kann die Caritas-Tagesstätte übrigens bereits Kinder ab vier Monaten. Das war allerdings bislang noch nicht der Fall. „Das jüngste Kind war neun Monate“, sagt Nadja Entrup.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7611616?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nachrichten-Ticker