„Hexenring“ in Rinkerode
Den Rindern ist das Gebilde nicht geheuer

Ein besonderes Naturphänomen hat Bauer Martin Große Wöstmann auf seinem Hof in der Rinkeroder Bauerschaft Hemmer entdeckt. Den Tieren war das Gebilde so gar nicht geheuer. Sie hielten lieber Abstand – und das nicht ganz zu Unrecht.

Freitag, 16.10.2020, 09:09 Uhr
Die Rinder beäugen den „Hexenring“ etwas kritisch.
Die Rinder beäugen den „Hexenring“ etwas kritisch. Foto: Große Wöstmann

Respektvoll halten die Rinder Abstand. Ihnen scheint nicht ganz geheuer zu sein, was da in der letzten Vollmondnacht auf ihrer sonst so beschaulichen Wiese in der Bauerschaft Hemmer gewachsen ist. Auch Martin Große Wöstmann, der als Landwirt und Jäger viel Zeit in der Natur verbringt, ist recht erstaunt ob des Phänomens, das die Kinder der Familie beim Spielen rund um den Hof entdeckt haben.

Ein Blick ins Internet verrät, um was es sich dabei handelt: um einen sogenannten „Hexen-“ oder „Feenring“, ein kreisrundes Wuchsbild von Pilz-Fruchtkörpern. Dabei geht der Name auf einen Volksglauben zurück, dass es sich um magische Versammlungsorte handelte, die nicht betreten werden durften. Heute ist man da ein wenig schlauer. Solche Ringstrukturen können bei unterschiedlichen Pilzarten vorkommen und einen Durchmesser von mehreren Metern haben. Der kräftige Regen der vergangenen Tage habe das schnelle Wachstum wohl befördert, vermutet Große Wöstmann.

Seine Tiere beäugen das Gebilde dennoch kritisch. Und das zu Recht, schließlich ist der Knollenblätterpilz, um den es sich nach Einschätzung des Rinkeroder Landwirts handelt, ein recht giftiges Exemplar.

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