„Laternen-Fenster“ statt Martinsumzügen
Für das Gemeinschaftsgefühl

Drensteinfurt -

Trotz fehlender Kontakte ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen: Das steckt hinter der Aktion „Laternen-Fenster“, die auch von den katholischen Kitas der St.-Regina-Gemeinde unterstützt wird. Statt der Martinsumzüge sollen Laternen in die Fenster gestellt werden. Alle Familien sind zum Mitmachen aufgerufen.

Freitag, 06.11.2020, 07:30 Uhr
Die Kita St. Lambertus hat eins ihrer Fenster mit Lichterketten, Laternen und einer Szene der Mantelteilung geschmückt. Die Kinder haben beim Basteln natürlich fleißig mitgeholfen.
Die Kita St. Lambertus hat eins ihrer Fenster mit Lichterketten, Laternen und einer Szene der Mantelteilung geschmückt. Die Kinder haben beim Basteln natürlich fleißig mitgeholfen. Foto: Nicole Evering

Trotz fehlender Kontakte ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen: Das steckt hinter der Aktion „Laternen-Fenster“, die auch von den katholischen Kitas der St.-Regina-Gemeinde unterstützt wird. Denn obwohl die bei Kindern beliebten Martinsumzüge in diesem November nicht wie gewohnt stattfinden können, solle der Gedanke des Teilens nicht in Vergessenheit geraten, erklärt Verbundleitung Marion Fritz .

Deshalb wurde die Idee aufgegriffen, in den Kitas je ein Fenster mit einer Laterne zu beleuchten und besonders zu schmücken. „Die Fenster sollen von der Straße aus auch von Spaziergängern gut zu sehen sein“, erklärt Fritz, die alle Familien in der Stadt dazu aufruft, sich auch zu Hause an der Aktion, die bis zum 11. November läuft, zu beteiligen.

Eigentlich waren für die kommende Woche – der 11. November ist ja nicht nur Startpunkt für die närrische Session, sondern eben auch der Martinstag – zumindest innerhalb der Kita-Gemeinschaft und ohne Eltern kleine Laternenumzüge geplant. „Corona und der Lockdown haben uns nun leider einen Strich durch die Rechnung gemacht“, berichtet Fritz. Auf Anordnung des Bistums Münster sollen Kinder und Mitarbeiter das Kita-Gelände nämlich nicht für solche Aktivitäten verlassen.

Beim privaten Spaziergang

Weder der leuchtende Laternenmarsch samt lautstarkem Gesang noch die nachgespielte Mantelteilung, auf die stets die Ausgabe der frischen Martinsbrezeln folgt, können in diesem Jahr stattfinden. Deshalb also die Idee, beim privaten Spaziergang durch den Ort und beim Blick in die „Laternen-Fenster“ ein bisschen Gemeinschaft zu spüren – und an die Geschichte der Mantelteilung des Martin von Tours mit einem Bettler zu erinnern. „Im Moment teilen wir ja alle das gleiche Schicksal“, möchte Marion Fritz gerade in der aktuellen Corona-Pandemie an die Solidarität und Barmherzigkeit der Menschen appellieren.

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