Hilfen für die heimische Wirtschaft
Fast 100 000 Euro sind im Fördertopf

Drensteinfurt -

Schon nach dem ersten Lockdown im Frühjahr hatte die Stadt ein dreigliedriges Maßnahmenpaket beschlossen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. In seiner ersten Sitzung am Montag hat der neue Rat nun über eine Fortsetzung der Hilfen entschieden.

Donnerstag, 05.11.2020, 07:50 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 15:44 Uhr
Für Firmen und Vereine in der Krise stellt die Stadt Fördermittel bereit. Und auch die Sonderedition des „Stewwert-Talers“ wird ab Ende November wieder in Umlauf gebracht.
Für Firmen und Vereine in der Krise stellt die Stadt Fördermittel bereit. Und auch die Sonderedition des „Stewwert-Talers“ wird ab Ende November wieder in Umlauf gebracht. Foto: Dietmar Jeschke

Viele Branchen leiden unter den Einschränkungen, die aufgrund der Corona-Pandemie verhängt worden sind. Schon nach dem ersten Lockdown im Frühjahr hatte die Stadt in einer Dringlichkeitsentscheidung ein dreigliedriges Maßnahmenpaket beschlossen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. In seiner ersten Sitzung am Montagabend hat der neu gewählte Rat nun in geregeltem Verfahren über eine Fortsetzung der Hilfen entschieden.

Das Juli-Paket umfasste einen städtischen Zuschuss zum „Stewwert-Taler“, einen Rettungsschirm für angeschlagene Unternehmen sowie die Unterstützung von Vereinen. Die Maßnahmen seien gut angenommen worden, heißt es in der Vorlage zur Ratssitzung.

Von Mitte Juli bis Ende September seien die mit 20 Prozent von der Stadt bezuschussten „Stewwert-Taler“ im Wert von 135 000 Euro verkauft worden. Mehr als 66 000 Euro davon seien bereits in den heimischen Handel zurückgeflossen. Die Maßnahme habe also die erwünschte Wirkung erzielt, nämlich die Kaufkraft im Ort zu halten. Deshalb wurde am Montag beschlossen, die Sonderedition erneut – ohne zeitliche Befristung – anzubieten und dafür 20 000 Euro bereitzustellen.

Wegfall von Veranstaltungen

Bedenken gab es allerdings aus den Reihen von CDU und SPD. Der Einzelhandel sei, anders als im Frühjahr, vom aktuellen Lockdown nicht betroffen. Stattdessen litten etwa die Gastronomie, Eventbetriebe, Fitness- und Kosmetikstudios, so Markus Wiewel (CDU). Man laufe Gefahr, dass die am stärksten betroffenen Branchen keine Nutznießer der Hilfen würden. Burkhard Wieland (FDP) rief ins Gedächtnis, dass durch den Wegfall von Veranstaltungen wie etwa des Weihnachtsmarktes auch der Handel Umsatzrückgänge zu verzeichnen habe. Wiewels Vorschlag, mit dem Verkauf der Sonderedition nicht schon Mitte, sondern erst Ende November zu beginnen, wenn der Lockdown hoffentlich beendet sei und zum Beispiel die Restaurants wieder geöffnet hätten, stieß bei den anderen Fraktionen auf Zustimmung.

Den Schwerpunkt dieses zweiten Hilfspakets bildet der Rettungsschirm für Unternehmen, die durch die Pandemie wirtschaftlichen Schaden erlitten haben. Von den im Sommer zur Verfügung gestellten 100 000 Euro waren insgesamt 58 000 Euro für sieben Firmen bewilligt worden. Nun werden noch einmal 65 000 Euro bereitgestellt. Anträge können bis zum 31. März gestellt werden. Dabei muss nachgewiesen werden, dass bereits staatliche Hilfen in Anspruch genommen wurden, diese aber nicht ausreichen.

Fördertopf für Vereine

Als dritte Maßnahme war im Sommer ein Fördertopf mit insgesamt 20 000 Euro für Vereine auf den Weg gebracht worden. Zum einen können Mittel zur Deckung der laufenden Kosten beantragt werden. Davon haben laut Verwaltung bisher acht Vereine Gebrauch gemacht. Knapp 7500 Euro wurden ausgezahlt. Zum anderen können Vereine Anträge auf Unterstützung von Sonderprojekten einreichen. Bislang wurden zehn Anträge über jeweils 500 Euro bewilligt. Es ist also noch Geld im Topf. Bis zum 31. Dezember ist eine Antragstellung von Vereinen noch möglich.

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