Einführung erfolgt schrittweise
Gelbe Tonne kommt ab Februar

Drensteinfurt -

Der Gelbe Sack hat bald ausgedient. Offiziell zum 1. Januar soll stattdessen die Gelbe Tonne Einzug in der Stadt halt. Bis allerdings jeder Haushalt das zusätzliche Müllgefäß hat, wird es wohl eine Weile dauern. Die Auslieferung soll nämlich nur schrittweise im ersten Quartal erfolgen.

Donnerstag, 26.11.2020, 23:06 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 09:40 Uhr
Die ländliche „Müll-Idylle“ samt alter Schub- und Sackkarren soll Anfang des Jahres ein Ende habe. Dann nämlich werden alle Haushalte in Drensteinfurt schrittweise mit Gelben Tonnen versorgt.
Die ländliche „Müll-Idylle“ samt alter Schub- und Sackkarren soll Anfang des Jahres ein Ende habe. Dann nämlich werden alle Haushalte in Drensteinfurt schrittweise mit Gelben Tonnen versorgt. Foto: -kw/dje-

Die Tage der Gelben Säcke sind gezählt. Wie schon im vergangenen Jahr beschlossen, soll zum 1. Januar 2021 die Gelbe Tonne auch in Drensteinfurt Einzug halten. Das allerdings nicht sofort und auch nicht für alle rund 6600 Haushalte gleichzeitig, was innerhalb der noch rund fünf verbleibenden Wochen bis zum Jahreswechsel schon eine logistische Herausforderung wäre. „Die Einführung erfolgt stückweise im ersten Quartal“, erklärt Bürgermeister Carsten Grawunder auf Anfrage unserer Zeitung. Und das bedeutet, dass bis März durchaus auch noch Gelbe Säcke für die Entsorgung des Verpackungsmülls im Umlauf sein werden.

Um den bürokratischen Aufwand so gering wie möglich zu halten, ist zudem vorgesehen, dass jeder Haushalt zunächst eine 240 Liter fassende Gelbe Tonne erhalten wird. Das entspreche in etwa einem Volumen von sieben gefüllten Säcken. Abgeholt wird der Verpackungsmüll mit der Einführung allerdings nicht 14-tägig, sondern nur noch ein Mal im Monat. „Man muss dann mal schauen, wie man mit den Gefäßgrößen auskommt, um dann gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen“, so der Bürgermeister.

Das Thema Abfallentsorgung wird am kommenden Montag auch die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses beschäftigten, geht es doch abermals um die Festlegung der Entsorgungsgebühren. Die gute Nachricht: „Die Firma Hellweg und die AWG haben für 2021 und 2022 keine Entgelterhöhungen bei den kostenintensivsten Positionen (Leerung der Restmüll- und Biotonnen sowie Deponiekosten) angekündigt. Die AWG hat lediglich eine geringe Anhebung der Vergütung für den Betrieb des Wertstoffhofes geltend gemacht“, teilt Bauamtsleiter Christoph Britten in der Vorlage zur Sitzung mit. „Die anderen Positionen bleiben annähernd konstant, weil sich Mengen nur geringfügig verschieben oder weil Personalkosten nur geringfügig anzupassen sind.“

Konkret bedeutet das, dass in den kommenden beiden Jahren jeweils 192 Euro für eine 80-Liter-Restmülltonne zu zahlen sind. Für eine 120-Liter-Tonne sind es 267 Euro und für eine 240-Liter-Tonne 495 Euro. Ein 1100-Liter-Container wird bei 14-tägiger Leerung mit 2124 Euro und bei wöchentlicher Leerung mit 4207 Euro berechnet. „Für 90 Prozent der Haushalte bleibt die Abfallgebühr konstant“, heißt es in der Vorlage weiter.

Wie Britten zudem erklärt, schwanken die in der Stadt anfallenden Abfallmengen von Jahr zu Jahr teils erheblich. „Beispielsweise sind die Sperrmüllmengen von 400 Tonnen im Jahr 2019 auf 500 Tonnen angestiegen, was möglicherweise damit zusammenhängt, dass viele Menschen, die wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht verreisen konnten, das eingesparte Geld für Möbel ausgegeben haben“, vermutet der Bauamtsleiter. „Die alten Möbel sind dann als Sperrmüll entsorgt worden.“ Auch die Restmüllmenge und die Menge an Bioabfall sind in 2020 stärker angestiegen als im Durchschnitt der zurückliegenden Jahre. „Mit der Änderung der Abfallmengen steigen oder fallen auch die Ausgaben der Stadt für die Entsorgung der Abfälle. Um dies auszugleichen, wurde erstmals 2018 eine über zwei Folgejahre gültige Abfallentsorgungsgebühr kalkuliert“, erklärt Britten. „Da sich das System bewährt hat, hat die Verwaltung erneut eine für zwei Jahre gültige Abfallentsorgungsgebühr kalkuliert. Die Preisstabilität über die kommenden 24 Monate ist vor allem vor dem Hintergrund der Einführung der Gelben Tonne Anfang 2021 ein wichtiges Signal. Es unterstreicht die Tatsache, dass das Duale System nicht von der Stadt betrieben und nicht über die Abfallgebühren finanziert wird. Vielen Bürgern ist dieser Umstand nicht immer bewusst, wie die zahlreichen diesbezüglichen Anfragen an die Verwaltung deutlich machen.“

Die Sammlung der Verpackungsstoffe werde in Drensteinfurt übrigens auch weiterhin die Firma Stenau übernehmen. Sie ist Subunternehmerin der Firma „PreZero“, die den Zuschlag für den ganzen Kreis Warendorf erhalten hat. „PreZero“ werde die Gelben Tonnen voraussichtlich im Februar oder März ausliefern und danach auch das „Tonnenkataster“ führen.

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