Jahresbericht der Unteren Denkmalbehörde
Noch kein Antrag für den Amtshof

Drensteinfurt -

Der Jahresbericht der Unteren Denkmalbehörde ist jetzt offiziell vorgestellt worden. In ihm geht es unter anderem um Eintragungen in die städtische Denkmalliste, um das Kreis-Förderprogramm für Bildstöcke und um die Zukunft des Amtshofes. In allen Fällen ist 2020 eher wenig vorangegangen.

Montag, 07.12.2020, 06:26 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 06:30 Uhr
Für eine Instandsetzung des Amtshofes gibt es noch keinen genauen Zeitplan.
Für eine Instandsetzung des Amtshofes gibt es noch keinen genauen Zeitplan. Foto: Dietmar Jeschke

Der Jahresbericht der Unteren Denkmalbehörde ist jetzt offiziell vorgestellt worden. In ihm geht es unter anderem um Eintragungen in die städtische Denkmalliste, um das Kreis-Förderprogramm für Bildstöcke und um die Zukunft des Amtshofes. In allen Fällen ist 2020 eher wenig vorangegangen.

In diesem Jahr sind keine neuen Baudenkmäler in die Denkmalliste der Stadt Drensteinfurt eingetragen worden. Zwei Eintragungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Ein Antrag wurde nach der Untersuchung des LWL abgelehnt.

Nach den ersten Bemühungen der Eigentümer, im Amtshof wieder eine Wohnnutzung zu installieren, fand Anfang Oktober im Rahmen einer denkmalrechtlichen Beratung ein umfangreicher Ortstermin unter Teilnahme der Fraktionen, dem Kreis Warendorf, dem Landesministerium und den Eigentümern statt, in dem den Eigentümern die entsprechenden Möglichkeiten des Denkmalrechtes, aber auch des Bauordnungsrechtes aufzeigt wurden. Im Sinne der Erhaltung des Baudenkmals soll die Umsetzung einer wirtschaftlichen Nutzung des Gebäudes baldmöglichst realisiert werden. „Einen genauen Zeitplan oder prüffähigen denkmalrechtlichen Antrag, über den beraten werden könnte, gibt es bisher jedoch noch nicht“, teilt Astrid Bremer mit.

Auch 2020 hatte der Kreis Warendorf zur „Rettungsaktion von Bildstöcken und Wegekreuzen“ aufgerufen. „In Drensteinfurt gab es nur einen Antrag, der letztlich nicht in den Genuss der Förderung der Renovierungskosten kam, da das Hofkreuz vom LWL nicht als Baudenkmal bewertet wurde“, heißt es im Bericht von Astrid Bremer von der Unteren Denkmalbehörde. Die Eigentümer hätten die Instandsetzung des Hofkreuzes dann aus eigenen Mitteln finanziert.

Alle Mittel ausgeschöpft

Anfang des Jahres wurden die letzten beiden Förderbescheide aus dem Hof- und Fassadenprogramm bewilligt. Damit sind nun alle Mittel vergeben. Es wurden 13 Förderbescheide für elf Objekte erlassen. Darunter waren sieben Objekte zwar kein Baudenkmal – drei von ihnen stehen aber am Marktplatz. Vier geförderte Objekte sind eingetragene Baudenkmäler, wovon zwei Objekte jeweils zwei Förderbescheide bekommen haben und ein Baudenkmal die Realisierung erst 2021 umsetzen wird. Im Hof- und Fassadenprogramm standen ab dem 1. Januar 2019 158 000 Euro zur Verfügung, die zur Verbesserung von öffentlich sichtbaren Gebäudefassaden und zur Erneuerung von öffentlich sichtbaren Dachflächen und historischen Einfriedungen und Stützmauern sowie zur Gestaltung von Hofflächen verwendet werden konnten. Die Mittel kamen zu 60 Prozent von Bund und Land sowie zu 40 Prozent von der Stadt.

Der Tag des offenen Denkmals stand am 13. September unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“. Er fand aufgrund der Corona-Pandemie ausschließlich digital statt. Der Kreis Warendorf hat eine Datenbank mit vielen Baudenkmalen angelegt, die stetig weiter ausgebaut werden soll. Der nächste „Tag des offenen Denkmals“ findet am 12. September 2021 statt. Sein Motto lautet: „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“.

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