SPD-Fraktionen fordern Maßnahmen an der Merscher Unfallkreuzung
„Die Politik muss reagieren“

Drensteinfurt -

Die unfallträchtige Kreuzung der Kreisstraße 21 und der Landesstraße 671 in Mersch sorgt seit Jahren für Ärger bei den Anliegern. Nun haben sich einige Mitglieder SPD-Kreistags- und Stadtratsfraktionen, um sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

Donnerstag, 10.12.2020, 23:07 Uhr aktualisiert: 11.12.2020, 16:00 Uhr
Gemeinsam mit Anliegern trafen sich die Vertreter der SPD-Kreistagsfraktionen aus Warendorf und Coesfeld sowie einige Mitglieder der Drensteinfurter SPD-Ratsfraktion, um sich ein Bild von der Merscher Unfallkreuzung zu machen.
Gemeinsam mit Anliegern trafen sich die Vertreter der SPD-Kreistagsfraktionen aus Warendorf und Coesfeld sowie einige Mitglieder der Drensteinfurter SPD-Ratsfraktion, um sich ein Bild von der Merscher Unfallkreuzung zu machen. Foto: SPD

Die unfallträchtige Kreuzung der Kreisstraße 21 und der Landesstraße 671 in Mersch sorgt seit Jahren für Ärger bei den Anliegern – und für manche politische Diskussion. Erst unlängst hatten Anwohner bei einem Ortstermin die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände kritisiert und endlich Abhilfe gefordert (wir berichteten). Nun haben sich einige Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktionen aus Warendorf und Coesfeld gemeinsam mit Vertretern der Drensteinfurter SPD-Fraktion und den Anliegern getroffen, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen.

„Immer wieder kam es dort zu teils sehr schweren Verkehrsunfällen. Die Anlieger machten auch bei diesem Ortstermin deutlich, dass sie die Nase mehr als gestrichen voll haben und endlich darauf hoffen, dass die Politik an dieser Stelle einschreitet“, heißt es im Bericht der SPD-Kreistagsfraktion. Die Kreuzung sei aus Richtung Hamm und Drensteinfurt lediglich mit einem Stopp-Schild gekennzeichnet. Dieses würde häufig – teilweise auch bewusst – übersehen, mit der Folge, dass die Autofahrer teilweise im Blindflug über die Kreuzung flögen, heißt es weiter. Die Politik habe im Jahr 2014 zunächst reagiert – und das Tempo auf der L 671 im Bereich der Kreuzung von 70 auf 50 Stundenkilometer reduziert. Dies habe jedoch nicht zu einer spürbaren Entschärfung der Situation geführt, sei die Zahl der Unfälle doch nicht signifikant gesunken.

„Hier muss die Politik reagieren. Wir fordern daher den Landrat auf, die Planungen zu einer baulichen Veränderung anzustoßen und voranzutreiben. Aus unserer Sicht ist eine Entschärfung der Situation nur durch die Errichtung einer Ampel oder durch den Bau eines Kreisverkehrs möglich“, äußerte sich Dennis Kocker, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, vor Ort. In dasselbe Horn stieß auch sein Amtskollege Johannes Waldmann aus der SPD-Kreistagsfraktion Coesfeld: „In nächster Zeit beginnen die Arbeiten zum Bau eines Radweges entlang der L 671 aus Richtung Herbern kommend. Die Sicherheit der Radfahrer und der Autofahrer muss erhöht werden. Wir brauchen schnellstmöglich eine bauliche Entschärfung der Kreuzung. Daher werden wir auch die beteiligten Landräte anschreiben“, so Waldmann. Detlef Ommen, der für die SPD im Regionalrat sitzt, fügte hinzu, dass es bislang für eine solche Lösung nicht einmal eine Planung oder eine Prioritätenliste gebe. „Wir stehen kurz vor den Haushaltsplanberatungen des Kreistages. Die SPD-Fraktion wird beantragen, Mittel für die Planung einer baulichen Veränderung in den Haushalt einzustellen“, sicherte Kocker den Anwohnern zu.

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