Friedenslicht-Aussendung im Dom
Große Ehre für die Drensteinfurter Pfadfinder

Drensteinfurt -

Eigentlich hätten sie das Friedenslicht sogar selbst aus Wien abholen und nach Münster bringen sollen. Diese Fahrt musste Corona-bedingt gestrichen worden. Und trotzdem war die Aussendungsfeier im Dom für die Drensteinfurter Pfadfinder in diesem Jahr etwas ganz Besonderes.

Dienstag, 15.12.2020, 15:10 Uhr
Tabea Sendwicki
Tabea Sendwicki Foto: pbm/Achim Pohl

„Herzlichen Glückwunsch, euer Stamm hat das große Los gezogen. Aber Stopp!“: Mit diesen Worten begann die E-Mail, die die Drensteinfurter Pfadfinderinnen und Pfadfinder Anfang Oktober vom Arbeitskreis Friedenslicht des Diözesanverbandes bekommen haben. Es ging darum, welcher Stamm die Ehre hat, das Friedenslicht für das Bistum Münster abzuholen und dann am dritten Advent in den Dom zu Münster zu tragen. Darum hatten sich die Stewwerter in diesem Jahr erstmals beworben – und prompt gewonnen.

„Das diesjährige Motto ‚Frieden überwindet Grenzen‘ könnte passender nicht sein, denn gerade in diesem Jahr musste das Friedenslicht mehr Grenzen überwinden als zu Jahresbeginn angenommen“, teilen Lena-Sophie Hagemeyer und Henrike von Bobart von der DPSG mit. Doch habe das Licht auch diese überwunden und seinen Weg nach Deutschland und bis nach Drensteinfurt gefunden. „Und der Weg ist gar nicht so kurz, denn das Friedenslicht wird jedes Jahr von Pfadfindern in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Von dort aus wird die Flamme von Kerze zu Kerze weitergegeben und dient so als Symbol der Völkerverständigung und der Gemeinschaft.“

Mit dem Flugzeug erreichte das Friedenslicht Wien, wo es normalerweise einen großen Gottesdienst mit Pfadfindern aus ganz Europa gibt. In diesem Jahr hätten die Drensteinfurter das Friedenslicht dort abholen und nach Deutschland bringen dürfen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation war dies aber nicht möglich, und so fuhren Tabea Sendwicki und Justus Brüggemann zusammen mit Leiter Daniel Winter nach Münster. Dort durften sie das Licht im alljährlichen Friedenslichtgottesdienst in den Dom tragen.

Startschuss für die Verteilung im Bistum

Damit setzten sie den Startschuss für die Verteilung des Friedenslichtes im gesamten Bistum. Die Hygiene-Auflagen sorgten dafür, dass nur rund 150 Menschen den Gottesdienst im Dom miterleben konnten. „Normalerweise ist der Dom total voll, es fühlte sich irgendwie komisch an, einen Sitzplatz zu haben“, so Justus Brüggemann. Um allen Pfadfindern im Bistum die Teilhabe am Gottesdienst zu ermöglichen, wurde dieser live übertragen und erreichte somit mehr als 1000 weitere Pfadfinder im Bistum.

„Die Stimmung im Dom war natürlich ganz anders als sonst, aber trotzdem schön und feierlich“, so Daniel Winter. „Man hatte das Gefühl, alle wissen, dass das in diesem Jahr etwas Besonderes ist“, fasst der Stammesvorstand der Stewwerter Pfadfinder zusammen. Für Tabea Sendwicki war die Teilnahme an der Aussendung ebenfalls etwas ganz Besonderes: „Hinter die Kulissen des Domes zu schauen und Teil einer so wichtigen Veranstaltung zu sein, war besonders spannend.“

Auf dem Rückweg von Münster übergaben die Drensteinfurter das Licht an den Rinkeroder Stamm, damit es auch dort weiter verteilt werden kann.

Termine in den Gemeinden

Die Pfadfinder werden das Friedenslicht am vierten Advent in die Gemeinden bringen. Vorgesehen ist dies am Freitag, 18. Dezember, im Abendgottesdienst in St. Lambertus, am Samstag, 19. Dezember, um 17 Uhr sowie am Sonntag, 20. Dezember, um 11 Uhr in St. Regina und am Sonntag, 20. Dezember, um 10 Uhr in St. Martin. Da die Gottesdienste nur mit einer begrenzten Personenzahl gefeiert werden können und es in diesem Jahr keine Verteilaktion gibt, wird das Licht in der Pfarrkirche St. Regina zum Abholen bereitgestellt. Außerhalb der Gottesdienstzeiten kann sich dort jeder das Friedenslicht abholen, mit nach Hause nehmen und weiter verteilen. Auch die Rinkeroder Pfadfinder können das Friedenslicht in diesem Jahr nicht persönlich von Haus zu Haus bringen. Es kann zu folgenden Terminen abgeholt werden: Am 21. und 22. Dezember kann das Friedenslicht von 17 bis 18 Uhr an der St.-Pankratius-Kirche von den Pfadfindern persönlich in Empfang genommen werden. Am Samstag, 19. Dezember, werden die Pfadfinder von 10 bis 14 Uhr vor dem K+K-Markt stehen. Am Sonntag, 20. Dezember, wird das Licht feierlich in der Messe um 9.30 Uhr vorgestellt. Hilfreich ist es, wenn man selbst eine Laterne und Kerze mit-bringt, um das Licht in Empfang zu nehmen und nach Hause zu bringen.

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