Moderne Bewässerungsanlage in Walstedde
Das Smartphone steuert den Regen

Walstedde -

Der Rasenplatz der Walstedder Fortuna muss in Zukunft nicht mehr umständlich und zeitaufwendig per Hand gewässert werden. Eine moderne Beregnungsanlage macht‘s möglich. Dafür haben die Vereinsmitglieder auch selbst wieder ordentlich mit angepackt.

Donnerstag, 17.12.2020, 17:59 Uhr aktualisiert: 17.12.2020, 18:01 Uhr
Für den Einbau der Anlage mussten viele Schächte gebuddelt werden. Jetzt kann die Wässerung per Computer gesteuert werden.
Für den Einbau der Anlage mussten viele Schächte gebuddelt werden. Jetzt kann die Wässerung per Computer gesteuert werden. Foto: Simon Beckmann

Es war schon eine gewisse Routine für Hermann Tiggemann . Schließlich hat sich der Geschäftsführer von Fortuna Walstedde im Sommer stets um die Wässerung des Rasenplatzes gekümmert – und das mehrmals am Tag. „Die Schläuche für den mobilen Sprenger mussten neu verlegt und das Gefährt verschoben werden“, erzählt er. Doch damit ist nun Schluss.

Seit Ende Oktober verfügt der Sportverein über eine moderne Beregnungsanlage, die sich um die mehr als 11 000 Quadratmeter große Naturrasenfläche kümmert – und das auf Knopfdruck.

Möglich wurde das durch das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“, mit dem das Land NRW die Sportvereine und -verbände im Land unterstützt. „Als wir Ende September den Bewilligungsbescheid bekommen haben, haben wir sofort losgelegt“, blickt Uwe Müller , der das Projekt gemeinsam mit Hermann Tiggemann betreut hat, zurück. „Wir wollten die Beregnungsanlage noch in diesem Jahr fertig haben, um den Rasen im nächsten Jahr schon wieder bespielen zu können.“

Nach der Bewilligung ging es ganz schnell

Nachdem die Bewilligung der Fördermittel in Höhe von 57 924 Euro im Briefkasten der Fortunen angekommen war, ging es also ganz schnell – zumal auch im Haushalt der Stadt Drensteinfurt bereits 40 000 Euro für das Projekt bereitgestellt worden waren. Die Erdarbeiten wurden von der Firma Bose durchgeführt. Für den Einbau der Beregnungsanlage – diese besteht aus jeweils vier Teilregnern an jeder Seite und neun Vollregnern auf dem Spielfeld – war dann die Firma Westphal aus Münster zuständig, die bereits vor 30 Jahren eine Wässerung für den ehemaligen Ascheplatz installiert hatte. Zudem halfen zahlreiche Vereinsmitglieder. „Wir mussten natürlich auch Eigenleistung erbringen – und das hat mal wieder genial geklappt. Die Fortunen haben ordentlich angepackt“, lobt Tiggemann die vielen Unterstützer. „Innerhalb von vier Wochen war die Baumaßnahme fertig.“ Müller ergänzt: „Zum Glück konnten wir das alles zu einer Zeit durchführen, als es die Hygienerichtlinien noch erlaubt haben.“

Wir können den Rasen jetzt viel sinnvoller sprengen und das Wasser bedarfsgerechter einsetzen.

Uwe Müller

So haben die Fortunen unter anderem die Anschlussstellen am Rasenplatz und an der Kläranlage händisch freigelegt, weil sich dort überall Leitungen befanden und ein Bagger nicht eingesetzt werden konnte. Ebenso verfüllten die Helfer die gegrabenen Schächte wieder. „Im nächsten Jahr müssen wir uns um die Zuwegung und Pflasterarbeiten an den Tennisplätzen kümmern. Dann haben wir unsere Eigenleistung erfüllt“, erklärt Müller, der darauf hinweist, dass im Zuge der Baumaßnahme perspektivisch Leerrohre um den Sportplatz gelegt worden seien.

Gesteuert wird die Beregnungsanlage, die sowohl Spiel- als auch Trainingsfläche in insgesamt 17 Abschnitten abdeckt, übrigens von einem kleinen Computer-Panel im Ballraum. „Wir können den Rasen jetzt viel sinnvoller sprengen und das Wasser bedarfsgerechter einsetzen“, so Müller. Außerdem lässt sich die Beregnungsanlage auch über das Smartphone steuern. Die täglichen Wege zum Sportplatz kann sich der Geschäftsführer in Zukunft also sparen.

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