Das wünschen sich die Drensteinfurter für das Jahr 2021
Mehr Leben in der Innenstadt

Drensteinfurt -

Normalität nach überstandener Corona-Pandemie? Die wünscht sich wohl jeder. Die Drensteinfurter bewegen allerdings noch weitere Themen – allen voran die weitere Belebung der Innenstadt.

Freitag, 01.01.2021, 14:17 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 14:20 Uhr
Auch ohne Raketen und Knallerei hoffen die Drensteinfurter auf einen guten Start ins Jahr 2021.
Auch ohne Raketen und Knallerei hoffen die Drensteinfurter auf einen guten Start ins Jahr 2021. Foto: Dietmar Jeschke

Morgen ist das Jahr 2020 schon wieder Geschichte. Deswegen hat unsere Redaktion bei einigen Stewwertern nachgehorcht, was sie sich für ihre Stadt im kommenden Jahr wünschen – und viele Antworten bekommen. Ein Thema haben dabei sehr viele der Befragten auf ihrem Wunschzettel: Nämlich die Ansiedlung eines netten Cafés. Aber auch ein baldiges Ende der Corona-Pandemie, eine Verbesserung der Parkplatzsituation in der Innenstadt oder erweiterte Öffnungszeiten des Freibades wurden als Wünsche genannt.

„Ich wünsche mir ein schönes Café auf unserem schönen Marktplatz, wo man gut draußen sitzen kann“, hat Helen Heyermann konkrete Vorstellungen, was sie in Drensteinfurt noch vermisst. Bastian Rücker sieht das genauso. „Ein Café mit gemütlichen Sitzgelegenheiten fehlt hier“, sagt er und ergänzt lachend: „Meine Frau beschwert sich immer, dass es das hier in der Stadt nicht gibt.“ Auch Alexander Klumb hat ein „nettes“ Restaurant oder Café auf seinem Wunschzettel. „Ein anderes gastronomisches Angebot hätte was. Vielleicht mal etwas Gesundes und nicht die dritte Imbissbude“, meint er. Ansonsten sei er in Drensteinfurt sehr glücklich. „Es gibt viele wunderbare Geschäfte wie die Bücherecke oder die Bioinsel, die man fußläufig erreichen kann“, sagt er. Nur einen „lebendigen Marktplatz“ erhoffe er sich noch. Der Wunsch von Anne Wirth ist ebenfalls die Ansiedlung eines Cafés, Restaurants oder Hotels, in dem man gut bürgerlich essen und mit der Familie hingehen könne. „Man muss hier etwas für die Gastronomie tun“, pflichtet ihr Bernd Bußmann bei. „Jedes Dorf hat ein Hotel oder einen schönen Ort, wo man einkehren oder als Radfahrer Pause machen kann“, bemerkt er. Nur Drensteinfurt habe so etwas nicht. „Das ist eine Katastrophe.“

Dass die Corona-Pandemie schnell vorübergeht, wünscht sich dagegen Annette Tillmann. „Es wäre schön, wenn bald das normale Leben wieder zurückkehrt und die Geschäfte wieder öffnen dürfen“, erzählt sie und hofft gleichzeitig, dass die Kaufleute, die Maßnahmen überstehen. Ebenfalls hat sie den Wunsch, „dass man sich bald wieder persönlich begegnen und in Kontakt treten“ dürfe. Auch Pastor Ludger Funke hat die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. „Bis jetzt haben wir hier im Ort gute Zahlen gehabt. Ich wünsche mir, dass die Leute weiterhin so achtsam und vernünftig mit dem Thema umgehen und Abstand halten“, sagt der Geistliche. Ebenso fände er es gut, wenn das „schöne Freibad“ im nächsten Jahr ohne coronabedingte Verspätung aufmachen würde. „Ich gehöre selbst zu den Frühschwimmern und hoffe, dass wir Mitte Mai und ohne großartige Beeinträchtigung wieder in das Wasser steigen können“, sagt er. Eine Erweiterung der Öffnungszeiten des Erlbades wünscht sich unterdessen Natascha Luarocque: „Das wäre toll, wenn man das schöne Schwimmbad noch länger genießen könnte.“ Ebenfalls vermisst sie gemütliche Sitzgelegenheiten in der Innenstadt, auf denen man sich mal niederlassen könne.

Einen anderen Wunsch hat indes Anne Freitag für die Drensteinfurter Innenstadt: Denn ihr fehlt es dort an vernünftigen Parkplätzen. „Gerade durch den Umbau des Marktplatzes wurden viele Parkplätze gestrichen“, weiß sie und schiebt hinterher: „Oft ist es eine Katastrophe, hier eine gute Parkmöglichkeit zu finden.“ Dass etwas auf dem Grundstück, auf dem noch vor ein paar Jahren das Hotel und Restaurant „Rodeo“ beheimatet war, passiere, wünscht sich währenddessen Irmtraud Maurischat. „Das ist ein Schandfleck für die Innenstadt“, meint sie.

Auf dem Wunschzettel von Renate Rüther steht dagegen, dass „bald wieder alle Geschäfte öffnen können“. „Ich hoffe, dass wir unsere Innenstadt so behalten und kein Laden wegen finanzieller Schwierigkeiten zu bleiben muss“, sagt sie. Ebenso wünscht sie sich, dass sich weitere Einzelhändler in Stewwert ansiedeln. „Ein Herrenausstatter oder ein gutes Geschäft für Kinderbekleidung fehlen hier noch“, berichtet sie. In die gleiche Kerbe schlägt Silke Kiese, die es ebenso gut fände, wenn Drensteinfurter um ein „nettes Bekleidungsgeschäft oder Restaurant“ wachsen würde.

Ein ganz anderes Thema beschäftigt derweil Anke Schulte Huxel: „Ich würde mir wünschen, dass unser Ort ein ‚Sicherer Hafen‘ wird und die Politik sich dazu durchringen kann.“ Das sei nämlich eine sehr sinnvolle Sache. Theo Homann hat dagegen den Wunsch, dass den Menschen bewusster werde, dass nicht alles selbstverständlich sei. „Freut euch über die kleinen Dinge, geht bewusster und netter miteinander um, akzeptiert und toleriert euch“, appelliert er. „Das sollte gerade in Corona-Zeiten noch deutlicher geworden sein.“

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