Verein Kulturscheune stellt neues Programm vor
Der Nachholfahrplan steht

Walstedde -

Auch die Kulturscheunen-Saison fiel im vergangenen Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Geplant waren in 2020 insgesamt acht Veranstaltungen mit zahlreichen ausgezeichneten und international bekannten Künstlern, die eigentlich im Lambertusdorf hätten auftreten sollen. Rudi Marhold, der Vorsitzende des Walstedder Kulturvereins, blickt nun hoffnungsvoll auf 2021.

Montag, 04.01.2021, 05:36 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 05:40 Uhr
Rudi Marhold hofft, dass die Corona-Bedingungen in diesem Jahr wieder Veranstaltungen in der Kulturscheune zulassen werden. Das vorläufige Programm dazu steht jedenfalls bereits.
Rudi Marhold hofft, dass die Corona-Bedingungen in diesem Jahr wieder Veranstaltungen in der Kulturscheune zulassen werden. Das vorläufige Programm dazu steht jedenfalls bereits. Foto: Simon Beckmann

Die Stühle blieben unbesetzt, die Türen verschlossen, und da, wo sonst regelmäßig tosender Applaus den Boden erschüttert und lieblicher Gesang oder musikalische Klänge den großen Raum durchziehen, herrschte im vergangenen Jahr Totenstille. Denn natürlich fiel auch die Kulturscheunen-Saison der Corona-Pandemie zum Opfer. Geplant waren in 2020 insgesamt acht Veranstaltungen – darunter drei in der Kaminhalle – mit zahlreichen ausgezeichneten und international bekannten Künstlern, die eigentlich im Lambertusdorf hätten auftreten sollen.

„Am Ende konnten nur zwei Termine stattfinden – und bei beiden war die Kaminhalle ausverkauft“, blickt Rudi Marhold , der Vorsitzende des Walstedder Kulturvereins, auf den Besuch von Erwin Grosche mit seinem Programm „Warmduscherreport Vol. 3“ Ende Januar und das Konzert von Gitarrenvirtuose Sönke Meinen im Februar zurück. „Wir haben auf beide Veranstaltungen unheimlich gute Resonanz bekommen“, berichtet er zufrieden und ergänzt: „Es hat alles dafür gesprochen, dass es in 2020 genauso erfolgreich weitergeht, wie es 2019 im erfolgreichsten Jahr seit Bestehen der Scheune aufgehört hatte.“

Bekanntlich kam dann aber doch alles anders. Bereits das Konzert von Charlotte Hahn mit ihrem Marimbafon Ende März wurde coronabedingt abgesagt. Wenige Tage später gab der Kulturverein bekannt, dass das gesamte Sommerprogramm ausfallen würde. „Die Gespräche mit den Künstlern und Agenturen verliefen ganz unkompliziert, weil alle vor dem gleichen Problem standen und stehen“, offenbart Marhold, der selbst als Schlagzeuger weiß, wie schwierig die Situation für die Künstler, Musiker und Schauspieler ist. „Da ziehen alle am selben Strang“, fügt er hinzu.

Mit Blick auf das neue Jahr hat Marhold gute Nachrichten für die Kulturliebhaber im Lambertusdorf und der Umgebung zu verkünden – vorausgesetzt, die Corona-Situation und die geltenden Vorschriften lassen das dann wieder zu. Schließlich konnte der Kulturverein für drei der ausgefallenen Veranstaltungen neue Termine in diesem Jahr arrangieren. So soll der Kabarettist Jochen Malmsheimer mit seinem Programm „Halt mal Schatz!“ am 30. Mai in der Kulturscheune auftreten. Für den 20. Juni ist das Kulturfrühstück angesetzt. „Hierfür haben wir wieder Ingo Börchers eingeladen“, erklärt Marhold. Einen Monat später, am 25. Juli, soll dann die „Wundertüte“ – als Gäste sind die „Zucchini Sistaz“ geplant – über die Bühne gehen. „Natürlich alles nur unter Vorbehalt. Die Corona-Zahlen müssen mitspielen, und so ein Frühstück kann zum Beispiel nur ohne Beschränkungen stattfinden“, mahnt der Vorsitzende des Kulturvereins, der darauf hinweist, das bisher erworbene Karten für diese drei Veranstaltungen ihre Gültigkeit behalten. Als möglicher Puffer für eventuelle Verlegungen seien extra der August und September freigehalten worden. „Es weiß ja keiner, was dann zu diesen Zeitpunkten vorgeschrieben ist“, sagt Marhold.

Eins stellt er aber ebenfalls sofort klar: „Andere Veranstalter schieben permanent. Das werden wir nicht machen, weil wir als Verein keine finanziellen Interessen und Kosten haben.“ Ebenso werde sich der Kulturverein weder großartige Hygienekonzepte überlegen noch darauf einlassen. „Dann machen wir lieber keine Events. Da sind wir uns vom Vorstand einig“, eröffnet er und schiebt hinterher: „Eine halbleere Scheune macht einfach keinen Spaß. Es kommt erst richtig Atmosphäre auf, wenn die Bude voll ist.“

Die letztjährige Jahreshauptversammlung des Vereins Kulturscheune Walstedde ist auf das Frühjahr 2021 verschoben worden. Ein Termin für die Versammlung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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