Sitzungen von Rat und Ausschüssen werden verschoben
Der Haushaltsplan muss warten

Drensteinfurt -

Die im Zuge der Corona-Pandemie verschärften Kontaktbeschränkungen veranlassen auch Stadt und Politik zum Handeln. Da gesellschaftliche Zusammenkünfte auf das absolute Minimum reduziert wurden, soll nun auch das eigentlich für Ende Januar terminierte politische Tagungsgeschehen vorerst nicht stattfinden.

Mittwoch, 13.01.2021, 10:23 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 10:30 Uhr
An eine rasche Rückkehr der Politik in den historischen Sitzungssaal der Alten Post ist weiterhin nicht zu denken. Im Gegenteil: Der für Ende Januar und Anfang Februar geplante erste Sitzungsblock von Rat und Fachausschüssen im neuen Jahr wird wegen der Corona-Lage komplett auf Ende Februar und Anfang März verschoben.
An eine rasche Rückkehr der Politik in den historischen Sitzungssaal der Alten Post ist weiterhin nicht zu denken. Im Gegenteil: Der für Ende Januar und Anfang Februar geplante erste Sitzungsblock von Rat und Fachausschüssen im neuen Jahr wird wegen der Corona-Lage komplett auf Ende Februar und Anfang März verschoben. Foto: Dietmar Jeschke

Der Haushaltsplanentwurf des Bürgermeisters liegt auf dem Tisch. Und eigentlich, so der „politische Fahrplan“, sollte er zügig auf den Weg gebracht werden, damit die Kommune uneingeschränkt handlungsfähig bleibt. Am Montag, 25. Januar, sollten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt als erste Bürgervertreter mit dem Zahlenwerk beschäftigen, das dann nach den Sitzungen der übrigen Fachausschüsse in der ersten Zusammenkunft des Rates am 16. Februar verabschiedet werden sollte. Doch daraus wird erst einmal nichts.

Angesichts der verschärften Kontaktregeln und des Auftauchens der offensichtlich deutlich aggressiveren Coronavirus-Variante aus England auch in NRW wird der erste Sitzungsblock nun auf Anregung von Bürgermeister Carsten Grawunder zunächst um einen Monat verschoben.

„Ich habe einfach Bauchschmerzen“, erklärte Grawunder im Gespräch mit unserer Redaktion und mit Blick auf die aktuelle Entwicklung, die in einigen Nachbargemeinden derzeit mit Rekord-Inzidenzwerten einhergeht. Und aufgrund der Tatsache, dass man zwar Fraktionsgespräche per Video-Konferenz stattfindenden lassen könne, offizielle politische Veranstaltungen angesichts der dann fehlenden Öffentlichkeit aber nicht, habe sich die Verwaltung nun nach Rücksprache mit den einzelnen Ratsfraktionen dazu entschieden, den ersten Sitzungszyklus ein Stück weit nach hinten zu schieben. Das, so Grawunder weiter, könne man sich mit Blick auf den Ernst der Lage jedoch durchaus leisten.

Anfang der Woche hatte der Bürgermeister zudem an einer Online-Konferenz aller Stadtoberhäupter im Kreis mit Landrat Dr. Olaf Gericke teilgenommen, in der über den weiteren „Impffahrplan“ gesprochen wurde. Danach ist vorgesehen, dass in Drensteinfurt rund 1000 Bürger, die das 80. Lebensjahr überschritten haben, in den kommenden Tagen Post von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann samt ergänzender Infos von Kreis und Städten erhalten. „Darin soll den Bürgern nahegelegt werden, sich impfen zu lassen“, erklärt Grawunder. Konkret sollen diejenigen, die nach den Bewohnern von Pflegeeinrichtungen als nächstes an der Reihe sind, einen Termin mit dem zentralen Impfzentrum in Ennigerloh vereinbaren. Was den Transfer dorthin für diejenigen betrifft, die vielleicht nicht mehr selbst über ein Auto verfügen, so hoffen die Verantwortlichen auf die Unterstützung aus Familien, Nachbarschaft und Bekanntenkreis.

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