Menschenleere Innenstadt versinkt in der weißen Pracht
Schnee – und kein Ende in Sicht

Drensteinfurt -

Der wohl heftigste Wintereinbruch des vergangenen Jahrzehnts legt auch in Drensteinfurt den Verkehr und das öffentliche Leben weitgehend lahm. Die Räumdienste kommen mit der Arbeit kaum hinterher. Ernsthafte Unfälle kam es bislang glücklicher Weise jedoch nicht.

Montag, 08.02.2021, 18:44 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 18:50 Uhr
Auf dem Marktplatz türmte sich am Montag ein meterhoher Schneeberg, der mit Traktoren und Lkw stückweise abtransportiert wurde.
Auf dem Marktplatz türmte sich am Montag ein meterhoher Schneeberg, der mit Traktoren und Lkw stückweise abtransportiert wurde.

Eis, Wind, Schnee – und kein Ende in Sicht: Wer nach der dicken weißen Packung am Sonntag die Hoffnung hatte, das sei es nun gewesen, der wurde am Montag eines Besseren belehrt. Allein bis in die Mittagsstunden kamen in Drensteinfurt stellenweise bis zu 15 Zentimeter Neuschnee hinzu.

Entsprechend ins Schwitzen kam derjenige, der bis dahin noch nicht vor seiner Tür geschaufelt hatte – bei Schneehöhen von mittlerweile bis zu einem halben Meter. Ins Schwitzen kamen auch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die seit Sonntag fast rund um die Uhr im Einsatz waren, um Fahrbahnen und Gehwege freizuräumen. „Aber wie fast überall in der Region wird man derartigen Schneemassen so schnell nicht Herr“, erklärte Ordnungsamtsleiter Martin Brinkötter – und bat um Verständnis dafür, dass derzeit nicht jeder Geh- und Radweg zügig geräumt werden kann.

Apropos Räumen: Nicht nur die Stadt hatte mit dem wohl heftigsten Wintereinbruch des vergangenen Jahrzehnts gehörige Probleme. Auch Kreis und Landesbetrieb mussten tatenlos zuschauen, wie gerade geräumte Fahrbahnen innerhalb weniger Minuten wieder mit einer dicken weißen Schicht bedeckt waren. Zu sehen und zu spüren etwa auf der K 21 (Konrad-Adenauer-Straße) sowie auf der B 58, wo selbst am Montagmittag maximal Tempo 30 im Bereich der Ortsumgehung angesagt war.

Wer danach den Weg in die Innenstadt suchte, der erlebte ein fast surreales Bild. Das coronabedingt zuletzt ohnehin meist nur spärlich besuchte Zentrum war so gut wie menschenleer. Ein wenig Betriebsamkeit herrschte allenfalls auf dem Marktplatz, wo die Mitarbeiter des Bauhofes damit beschäftigt waren, einen gut drei Meter hohen Schneeberg mit Traktoren und Lkw abzufahren. Wagenfeldstraße, Mühlenstraße und die für Fußgänger kaum passierbare Kurze Straße wirkten hingegen wie ausgestorben – die Drensteinfurter blieben schlichtweg zu Hause.

Größere Probleme meldete die Stadt trotz des heftigen Wintereinbruchs nicht. „Außer einigen festgefahrenen Autos“, erklärte Martin Brinkötter, der am Wochenende höchstpersönlich geholfen hatte, um den einen oder anderen Autofahrer mittels Traktor aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst hatten am frühen Montagmorgen in Walstedde zu tun. Dort war es gegen 5.45 Uhr auf der Bundesstraße 63 zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Räumfahrzeug gekommen – mit recht glimpflichem Ausgang. Einer der beiden Pkw-Insassen wurde leicht verletzt. Zudem musste die Feuerwehr ein weiteres Mal ausrücken, um einen Rettungswagen zu befreien, der sich in einer Schneewehe festgefahren hatte. „Temporär waren die Wachen im Stadtgebiet besetzt, um ein schnelles Ausrücken zu gewährleisten“, schildert Feuerwehrsprecher Frank Kronshage, der zudem darauf verweist, dass die Feuerwehr grundsätzlich Fahrzeuge mit Allradantrieb anschaffe, um auch bei derartigen Wetterextremen bestens gerüstet zu sein. „Zusätzlich sind aktuell der Schlauchwagen und der Rüstwagen als einzelbereifte Fahrzeuge mit Schneeketten ausgestattet, um

Drensteinfurt versinkt im Schnee

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  • Drensteinfurt versinkt im Schnee Februar 2021

    Foto: Dietmar Jeschke
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  • Dren Hunde im Schnee

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als hochgeländegängige Fahrzeuge auch die Außenbereiche befahren zu können“, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr. „Bei solch einer Wetterlage sind diese Fahrzeuge extrem wichtig, um im gesamten Stadtgebiet Hilfe leisten zu können.“

Der heftige Wintereinbruch hatte für einige übrigens auch seine angenehmen Seiten. Der Drensteinfurter Leo Bisping etwa zögerte nicht lange – und schnappte sich die nun schon vor Jahren im Keller verstauten Langlaufski, um zusammen mit seiner Familie eine Runde durch Mersch zu drehen. In Rinkerode gab es derweil viel Beifall für die örtlichen Landwirte. Die nämlich hatten sich kurzerhand mit ihren Traktoren auf den Weg gemacht, um ganze Straßenzüge vom Schnee zu befreien. „Ganz toll und sicher nicht selbstverständlich“, findet Christa Enderling, die sich stellvertretend für viele weitere Rinkeroder für diesen Einsatz bedankt.

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