Neue Einrichtung im Baugebiet Mondscheinweg soll zügig geplant werden
Ein weiterer Kindergarten muss rasch her

Drensteinfurt -

Die Stadt wächst, und somit steigt auch der Bedarf an Kita-Plätzen. Deshalb soll nun im geplanten Neubaugebiet Mondscheinnweg zügig eine neue Einrichtung geplant werden.

Montag, 22.02.2021, 06:59 Uhr
Die Trägerschaft für den ursprünglich nur übergangsweise errichteten Pavillon am Windmühlenweg hat mittlerweile die Kita St. Marien übernommen. Gegebenenfalls sollen während der Planungs- und Bauphase der neuen Kita am Mondscheinweg erneut zusätzliche Modulelemente aufgestellt werden.
Die Trägerschaft für den ursprünglich nur übergangsweise errichteten Pavillon am Windmühlenweg hat mittlerweile die Kita St. Marien übernommen. Gegebenenfalls sollen während der Planungs- und Bauphase der neuen Kita am Mondscheinweg erneut zusätzliche Modulelemente aufgestellt werden. Foto: Dietmar Jeschke

Der Bedarf an Kita-Plätzen in der Stadt ist ungebrochen. Und das aus zwei ganz konkreten Gründen: Zum einen wächst die Bevölkerungszahl durch die kontinuierliche Entwicklung neuer Baugebiete stetig. Zum anderen hat sich die Betreuungsnachfrage im vergangenen Jahrzehnt rasant verändert. War es lange Zeit nahezu selbstverständlich, Kinder erst im Alter von drei Jahren in eine Tagesstätte zu geben, so gehört die Betreuung von U3- und U2-Kindern heute zum Alltag. Mit Folgen für das Platzangebot, mit dem sich die Mitglieder des Sozialausschusses in ihrer Sitzung am Dienstag (23. Februar) beschäftigen werden.

Es können alle Kinder im kommenden Kindergartenjahr versorgt werden.

Gregor Stiefel

Wie Fachbereichsleiter Gregor Stiefel in der Vorlage zur Sitzung mitteilt, hat das jüngste Anmeldeverfahren für das Kita-Jahr 2021/2022 ergeben, dass ein Mehrbedarf an Kitaplätzen vorliegt. Stand 5. Februar gab es 204 Anmeldungen. Die gute Nachricht: „Es können alle Kinder im kommenden Kindergartenjahr versorgt werden“, so Stiefel. „Zum 1. August ist der Pavillon am Windmühlenweg wieder eingeplant. Die Kita St. Marien hat sich erfreulicher Weise dazu bereiterklärt, die Trägerschaft für diese zusätzliche Gruppe zu übernehmen.“

Bedarf an Plätzen steigt durch neue Baugebiete

Welches neu angemeldete Kind aber letztendlich in welcher Kita – oder gegebenenfalls in der Tagespflege – einen Platz bekommen wird, soll erst im sogenannten „Abgleichsgespräch“ mit den Kitas, der Fachberatung für Kindertagespflege und dem Kreisjugendamt am 18. Februar geklärt werden.

Für die Kinderbetreuungssituation in den kommenden Jahren, erklärt Gregor Stiefel weiter, steht bereits jetzt fest, dass im Ortsteil Drensteinfurt eine zusätzliche Kita dringend benötigt wird. Entstehen soll sie im ersten Bauabschnitt des Baugebiets Mondscheinweg. „Der Mehrbedarf erfolgt aus den neuen Baugebieten in Drensteinfurt. Die Freigabe des Baugebiets Blumenstraße ist zum Jahreswechsel erfolgt. Es liegt eine Prognose von 170 bis 220 Wohneinheiten vor“, schildert der Fachbereichsleiter. Im ersten Bauabschnitt des Mondscheinweges, der Mitte 2022 baureif sein soll, werden bis zu 222 Wohneinheiten sowie fünf Mehrfamilienhäuser entstehen, wobei das Kreisjugendamt mit einem statistischen Wert von 0,3 Kindern pro Wohneinheit plant.

Für vier Gruppen müssen Plätze geschaffen werden

Und das bedeutet, dass im Ortsteil Drensteinfurt wohl bereits zum 1. August 2022 eine weitere Kita mit vier Gruppen benötigt wird. „Diese Einrichtung soll, wie auch schon die Kita ,Hoppeditz‘, von der Stadt Drensteinfurt gebaut werden. Eine Inbetriebnahme schon im Sommer des kommenden Jahrs ist nicht möglich, da zunächst die Erschließung des neuen Baugebietes erfolgen muss“, erklärt Gregor Stiefel. „Wo immer sich Möglichkeiten zur Beschleunigung ergeben, sollen diese aber genutzt werden.“ Um das Verfahren entsprechend zügig in Schwung zu bringen, soll die Trägerausschreibung noch in diesem Monat erfolgen. Wer die Kita dann übernehmen wird, sollen die Mitglieder des Fachausschusses bereits am 17. Mai entscheiden. Unmittelbar im Anschluss soll dann mit dem Entwurf begonnen werden. „Für die Planung und Baugenehmigungsphase werden mindestens ein volles Jahr einkalkuliert“, so Stiefel. Trifft das zu, dann könnte im Sommer 2022 mit dem Bau begonnen werden, so dass die neue Einrichtung etwa ein Jahr später fertig sein wird.

Zwischenlösung ist möglich

Sollte es bis dahin Platzengpässe geben, erwägt die Verwaltung, erneut ein sogenanntes „Modulelement“ auf dem Spielplatz am Windmühlenweg aufzustellen – so, wie es dort während der Bauphase der Caritas-Kita übergangsweise bereits gestanden hat. „Mittlerweile gibt es Modulelemente für zwei Kitagruppen des Kreises Warendorf, welche in den verschiedenen Städten des Kreises aufgebaut werden und immer wieder umziehen. Diese zwei Gruppen können auch unabhängig voneinander in verschiedenen Städten stehen. Damit könnten hohe Mieten für Modulelemente erspart bleiben“, betont der Fachbereichsleiter.

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