Ein bestätigter Fall, 13 weitere in Klärung
Britische Mutation nachgewiesen

Drensteinfurt -

Die Corona-Fallzahlen waren zum Wochenende hin sprunghaft angestiegen. Dafür gibt es nun eine Erklärung: Die britische Mutation B.1.1.7 hat Drensteinfurt erreicht.

Dienstag, 23.02.2021, 12:36 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 12:46 Uhr
Im Labor wurde die britische Mutation bei einem Erkrankten in Drensteinfurt nachgewiesen.
Im Labor wurde die britische Mutation bei einem Erkrankten in Drensteinfurt nachgewiesen. Foto: Dietmar Jeschke

13 Corona-Neuinfektionen in nur drei Tagen: Nachdem Drensteinfurt zu Beginn dieses Monats noch eine Sieben-Tage-Inzidenz von null hatte, war der Wert zum vergangenen Wochenende hin plötzlich sprunghaft auf rund 100 angestiegen. Das hat einen Grund: Wie Kreissprecherin Kerstin Butz auf Anfrage bestätigt, ist am Montag in einem Fall die deutlich ansteckendere britische Mutation des Coronavirus labortechnisch bestätigt worden.

In weiteren Fällen geht das Gesundheitsamt ebenfalls von Mutationen aus. Dort müsse allerdings noch endgültig geklärt werden, so Butz, ob es sich ebenfalls um die britische oder stattdessen um die dänische Variante handele, die sich nicht ganz so dynamisch verbreite.

In den vergangenen drei Tagen sind für Drensteinfurt keine Neuinfektionen gemeldet worden. Aktuell gelten 16 Personen als erkrankt. Bei 13 von ihnen stehe fest, dass sie sich mit einem mutierten Virus infiziert haben, erklärt Bürgermeister Carsten Grawunder . Genaue Ergebnisse über die Art der Mutation erwartet die Stadt Ende dieser Woche.

Alle Betroffenen unter Quarantäne

Der Ausbruch sei auf ein Ereignis zurückzuführen, eine weitere Ausbreitung in der Fläche wohl unterbunden, da alle Betroffenen identifiziert seien und unter Quarantäne stünden, so der Bürgermeister. Der bestätigte Fall sei isoliert.

Grawunder appelliert erneut eindringlich an die Bürger, die Gefahr nicht aus dem Blick zu verlieren. „So sehr ich nachvollziehen kann, dass die Menschen sich gerade, sobald das Wetter besser ist, wieder freier bewegen und den ständigen Einschränkungen entfliehen wollen: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung“, so der Bürgermeister. „Es ist besser, jetzt noch ein bisschen durchzuhalten.“ Die Sorge vor einer dritten Welle treibe derzeit viele Experten um. Und die Entwicklung in Drensteinfurt zeige, wie dynamisch das Geschehen immer noch sei.

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