Wegen Sperrung der Unterführung
Feuerwehrautos parken bei den Maltesern

Drensteinfurt -

Lief der Verkehr bislang wenigstens noch in eine Richtung, so müssen sich die Drensteinfurter seit Wochenbeginn auf durchaus erhebliche Umwege einstellen. Bedingt durch das Fortschreiten der Bauarbeiten an der Bahnunterführung ist die Schützenstraße nun in beide Richtungen gesperrt. Um dennoch die Einsatzzeiten halten zu können, hat die Feuerwehr reagiert.

Montag, 01.03.2021, 14:22 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 14:30 Uhr
Bis die Bauarbeiten an der Unterführung an der Schützenstraße beendet sind, parkt die Feuerwehr einige ihrer Fahrzeuge in den Hallen der Malteser an der Sendenhorster Straße.
Bis die Bauarbeiten an der Unterführung an der Schützenstraße beendet sind, parkt die Feuerwehr einige ihrer Fahrzeuge in den Hallen der Malteser an der Sendenhorster Straße. Foto: -sre-

Seit Samstag sind zwei Fahrzeuge des Drensteinfurter Löschzuges vorübergehend nicht mehr in der Hauptwache, sondern bei den Maltesern untergebracht.

„Durch die Umleitung kann sich ein Einsatz jenseits der Unterführung schon mal um sechs Minuten verlängern“, informierte der Drensteinfurter Löschzugführer Jörg Kronshage. Weil es aber bei einem Einsatz auf jede Minute ankomme, habe man nach einer Lösung gesucht und diese bei den Maltesern gefunden. Zwei Feuerwehrfahrzeuge, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein First-Responder-Fahrzeug stehen für die Zeit der Sperrung an der Malteser-Unterkunft. Von dort wiederum wurden im Gegenzug zwei für den Katastrophenschutz verwendete Autos in der Hauptwache an der Konrad-Adenauer-Straße untergestellt.

Für die meisten Kameraden weckt der „neue Standort“ alte Erinnerungen, denn bis vor fünf Jahren befand sich direkt neben den Maltesern die alte Feuerwache.

Welcher Feuerwehrmann im Falle eines Einsatzes zu welchem Standort fährt, ist ganz klar geregelt. „Wir haben das nach dem Wohnort aufgeteilt“, informiert Kronshage. Kameraden, die östlich der Bahn wohnen, fahren zum Nebenstandort bei den Maltesern, die westlich der Bahn Wohnenden fahren zur Hauptwache. Eine dritte Gruppe stellen die Pendler dar, die aus beruflichen Gründen an beiden Standorten eingesetzt werden können und ihre Ausrüstung im Auto mitführen werden. Insgesamt 25 Einsatzkräfte sind dem Standort bei den Maltesern zugeordnet.

Absprache über Funk

„Bei einem Einsatz werden alle informiert. Die genaue Absprache erfolgt über Funk“, erläutert Kronshage. Nach dem Einsatz wird zunächst die Hauptwache angefahren, um die Fahrzeuge wieder auf Vordermann zu bringen und mit Löschwasser zu betanken.

„Wir sind als Feuerwehr den Maltesern dankbar, dass wir unsere Fahrzeuge unterstellen dürfen“, erklärt Jörg Kronshage. „Man hilft sich im Ort gern, und ganz nebenbei fördert die Aktion das Zusammenwachsen von Feuerwehr und Maltesern“, versichert Dr. Dietmar Möller, Stadtbeauftragter der Malteser. Für die Zeit der Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge am Nebenstandort bittet die Feuerwehr die Bevölkerung, auf das Parkverbot vor der ehemaligen Feuerwache und bei den Maltesern zu achten. „Die Fläche bleibt reserviert für die Einsatzkräfte.“

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