Rinkeroder Fleischerei ist Teil der „Bauernbox“
„Landliebe statt Fernbeziehung“

Rinkerode -

Wer frische Produkte von heimischen Landwirten und Erzeugern sucht, muss dafür nicht weit fahren. Die Rinkeroder Landfleischerei Lechtermann nimmt seit Kurzem an der Aktion „Bauernbox“ teil.

Montag, 29.03.2021, 05:57 Uhr aktualisiert: 29.03.2021, 06:00 Uhr
Gabi Lechtermann von der gleichnamigen Landfleischerei war erstaunt: Gleich nach der ersten Bestellaktion trudelten die ersten, gut gefüllten „Bauernboxen“ in ihrem „Boxenstopp“ ein.
Gabi Lechtermann von der gleichnamigen Landfleischerei war erstaunt: Gleich nach der ersten Bestellaktion trudelten die ersten, gut gefüllten „Bauernboxen“ in ihrem „Boxenstopp“ ein. Foto: Jeschke

Hausgemachtes Bärlauch-Pesto, frische Butterhörnchen, rustikales Krustenbrot, würzige Blutwurst oder zartes Filetsteak vom Rind – alles aus der Region, versteht sich: Dazu bedarf es keines weit entfernten Feinkostladens und erst recht keiner ausgedehnten Shopping-Tour durchs Kreisgebiet. Wer frische Qualitätswaren direkt vom Erzeuger aus der Umgebung sucht, der bekommt sie nun auch ganz bequem ein Mal die Woche per „Bauernbox“ in der Rinkeroder Landfleischerei Lechtermann .

Einzige Voraussetzung: eine kleine Einkaufsrunde im dazugehörigen Onlineshop, in dem Kunden nach Eingabe ihrer jeweiligen Postleitzahl ein wöchentlich wechselndes und regional variierendes Sortiment von mittlerweile über 20 heimischen Landwirten und Lebensmittelproduzenten finden. Bis spätestens Mittwochs um 20 Uhr muss der digitale Einkaufswagen voll sein, denn jeweils donnerstags wird pünktlich um 15 Uhr geliefert. Und das vergangener Woche auch an den „Boxenstopp“ – so der Titel der Abholstation – der Fleischerei Lechtermann, wo die Kunden ihre frischen Erzeugerwaren in Empfang nehmen können. „Und sich dabei auch vielleicht noch mit frischen Fleisch- und Wurstwaren eindecken“, erklärt „Bauernbox“-Gründerin Annika Ahlers die weitere Idee hinter dem Konzept.

Die erste Anlieferung in Rinkerode hat sie in dieser Woche höchstpersönlich übernommen. Und dabei war sie genauso erstaunt wie Gabi Lechtermann. Denn auch ohne großartigen Vorlauf und entsprechende Werbung hatten gleich vier Rinkeroder Haushalte von dem neuen Angebot Gebrauch gemacht. „Das ist schon eine tolle Sache“, findet Gabi Lechtermann, die nun gespannt ist, wer denn die Premierenlieferungen so nach und nach abholen wird.

Das ist schon eine tolle Sache.

Gabi Lechtermann

Selbst steuert der Betrieb Lechtermann zwar noch keine eigenen Produkte zum Online-Sortiment bei. Aber das, so Gabi Lechtermann, könnte sich bei weiter steigender Nachfrage durchaus noch ändern. Im Regal der Landfleischerei finden sich übrigens gleichfalls einige Angebote, die Kunden im „Bauernbox“-Sortiment ordern können. Und zwar vornehmlich Produkte aus der im Trend befindlichen Lupinen-Pflanze, die sich auf ganz vielfältige Art und Weise verarbeiten lässt.

Vor gut zweieinhalb Jahren hatte Annika Ahlers die Idee zu dem Konzept. Mittlerweile ist aus der „One-Man-Show“, wie sie sagt, eine eingetragene Genossenschaft geworden, die ihren Kunden im gesamten Münsterland mehr als 600 verschiedene regionale Produkte anbietet und diese in einigen Städten gegen Liefergebühr auch via „Leezenkiepe“ umweltneutral bis an die Haustür bringt.

Viele positive Rückmeldungen

 Mit Erfolg: „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv“, berichtet Annika Ahlers. „Unsere Kunden betonen, dass man die kurzen Wege einfach schmeckt. Außerdem schätzen sie das individuelle Sortiment.“ Und da Letzteres nun einmal regional ist, ist es natürlich auch saisonal. Was bedeutet, dass nicht immer alles zu haben ist, aber dennoch ausreichend Abwechslung geboten wird. Doch schon jetzt gibt es auch einige durchaus unerwartete „Dauerrenner“. „Wie etwa Schmalz. Damit hatte niemand gerechnet“, lacht Annika Ahlers.

Wer auf der „Bauernbox“-Homepage online Waren bestellt, bezahlt diese übrigens auch online. Und das entweder per Überweisung oder per PayPal. Die Lieferung an die jeweiligen Abholstationen ist kostenlos. Lediglich ein eigener Beutel oder Korb ist mitzubringen – die markanten grünen Pfand-Boxen gehen nach Lieferung zurück an die beteiligten Direktvermarkter. „Wir in der ,Bauernbox‘ ackern gemeinsam nach dem Motto: Landliebe statt Fernbeziehung. Wir als Bauern und gemeinsam als Gesellschaft müssen eine Lösung erarbeiten, um die Vielfalt der Region zu erhalten und zu fördern“, sagt Ahlers.

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