Nachhaltigkeit und Naturschutz im Blick
Schüler spenden alte Handys

Drensteinfurt -

Sie liegen zu tausenden in Schubladen und Schränken – unbeachtet, aber nicht wertlos. Die Klasse 7a der Teamschule hat jetzt gemeinsam mit der Fair-Trade-Steuerungsgruppe des Eine-Welt-Kreises St. Regina ausrangierte Handys gesammelt und der Aktion „Woche der Goldhandys“, die seit 2017 vom Missionswerk „Missio“ initiiert wird, gespendet.

Montag, 29.03.2021, 18:27 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 18:12 Uhr
Die Teamschüler der Klasse 7a haben ihre gesammelten Handys bei Alessa Dohm (r.) in der Stadtverwaltung abgegeben. Lehrerin Elisabeth Juhl (2.v.r.) plant, eine Fairtrade-Gruppe an der Schule ins Leben zu rufen.
Die Teamschüler der Klasse 7a haben ihre gesammelten Handys bei Alessa Dohm (r.) in der Stadtverwaltung abgegeben. Lehrerin Elisabeth Juhl (2.v.r.) plant, eine Fairtrade-Gruppe an der Schule ins Leben zu rufen. Foto: -sre-

Unter dem Motto „Handy spenden – Gutes tun“ hat die Klasse 7a der Teamschule jetzt gemeinsam mit der Fair-Trade-Steuerungsgruppe des Eine-Welt-Kreises St. Regina ausrangierte Handys gesammelt. Die dabei eingesammelten Handys werden im Rahmen der Aktion „Woche der Goldhandys“, die seit 2017 vom Missionswerk „Missio“ initiiert wird, gespendet. Mit den recycelten Rohstoffen unterstützt Missio Hilfsprojekte im Kongo.

Die Idee, alte Handys zu sammeln, kam Teamschullehrerin Elisabeth Juhl im Religionsunterricht in der Klasse 7a. „Wir sprachen über das Thema ‚Bewahrung der Schöpfung‘“, berichtet sie. Dabei habe sie mit den Schülern die katastrophalen Abbaubedingungen der für die Handys benötigten Rohstoffe im Kongo besprochen. „Die Schüler waren so engagiert und sofort bereit mitzumachen“, lobte sie.

Alte Handys für Hilfsprojekt im Kongo

„Es hat uns richtig Spaß gemacht, die Handys zu sammeln“, bestätigt Teamschüler Fabian Brandt. Insgesamt kamen gut 40 alte Handys zusammen, die die Lehrerin gemeinsam mit einem Teil ihrer Schüler am Freitag Alessa Dohm von der Stadtverwaltung überreichte.

Auch die Stadt beteiligt sich an der Sammlung der mobilen Endgeräte für die Aktion des Missionswerk.

Weil die Aktion von den Schülern so gut angenommen wurde und das Thema Nachhaltigkeit eine so große Bedeutung hat, soll an der Teamschule demnächst eine eigene Fairtrade-Gruppe gegründet werden. „Es ist wichtig, den Jugendlichen schon in der Schule die Problematik der Umweltzerstörung nahezubringen“, glaubt Juhl. Kinder müssten ein Bewusstsein für die Natur bekommen und dafür, wie man sie schützen kann. So wurde im Unterricht auch über fair gehandelte Turnschuhe, Fußbälle und Rosen gesprochen.

Elisabeth Juhl hat große Pläne. Nicht nur die Klasse 7a, sondern alle Klassen sollen sich zukünftig beteiligen. „Ich kann mir gut Aktionstage zum Thema Fair Trade vorstellen“, sagt sie. An diesen Tagen könnte sich jede Klasse ein eigenes Projekt aussuchen.

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