Bürgermeister wehrt sich gegen CDU-Kritik
Mehr Aufgaben bedeuten mehr Personal

Drensteinfurt -

Die in den vergangenen Jahren recht beachtlich gestiegenen Personalkosten der Stadt sorgen in Reihen der CDU für Unmut. Bürgermeister Carsten Grawunder wehrt sich gegen entsprechende Vorwürfe - und gewährt einen Einblick in die seiner Ansicht nach notwendigen personellen Veränderungen. Von Dietmar Jeschke
Donnerstag, 01.04.2021, 07:59 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 01.04.2021, 07:59 Uhr
Stadtverwaltung, Erlbad, Schulen und Mensa kosten nicht nur Unterhalt. Die kommunalen Einrichtungen erfordern vielmehr auch ausreichend Personal.
Stadtverwaltung, Erlbad, Schulen und Mensa kosten nicht nur Unterhalt. Die kommunalen Einrichtungen erfordern vielmehr auch ausreichend Personal. Foto: Dietmar Jeschke
Das Netzwerk für die neuen Tabletcomputer in den Grundschulen muss laufen. Im Bürgerbüro müssen Passangelegenheiten geklärt werden. Dazu wollen die neuen Baugebiete geplant werden. Und die städtischen Gebäude müssen natürlich auch gereinigt werden. Kurz: Auch die Stadtverwaltung braucht zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben entsprechendes Personal. Und das in den vergangenen Jahren im wachsenden Maße, was die CDU in der Haushaltsdebatte deutlich kritisierte. Um 55 Prozent, so der Vorwurf von Fraktionschef Markus Wiewel, sei der Personalaufwand seit 2015 gestiegen – ohne dass eine entsprechende Notwendigkeit offensichtlich sei. Ein Vorwurf, den Bürgermeister Carsten Grawunder nicht im Raum stehen lassen möchte. Auf Anfrage unserer Redaktion hat er eine umfassende Rechnung aufgemacht, die belegen soll, warum die personellen Aufstockungen in den einzelnen Fachbereichen schlichtweg unumgänglich gewesen seien. Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst Richtig sei, so Grawunder, dass die Personalkosten von rund 4,96 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 8,52 Millionen Euro im laufenden Jahr gestiegen sind – ein Plus von sogar rund 70 Prozent. Zu berücksichtigen sei dabei jedoch, dass die Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst bereits allein für einen Kostenanstieg von rund 20 Prozent gesorgt habe. Richtig sei zudem, dass die Verwaltung in den besagten Jahren um 30,2 Stellen gewachsen ist. Dafür jedoch gebe es gute Gründe, betont Grawunder.
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