Baugebiet Meerkamp
400 Interessenten für 17 Grundstücke

Rinkerode -

Dass der Bedarf nach Wohnraum gerade im Speckgürtel von Münster enorm hoch ist, verdeutlicht die Nachfrage nach Grundstücken im Rinkeroder Baugebiet Meerkamp: 17 Bauplätze gibt es im vierten Bauabschnitt – und dafür sage und schreibe rund 400 Interessenten.

Mittwoch, 31.03.2021, 18:14 Uhr aktualisiert: 31.03.2021, 18:20 Uhr
17 Grundstücke im vierten Abschnitt des Baugebiets Meerkamp gehen ab kommendem Montag in die Vermarktung.
17 Grundstücke im vierten Abschnitt des Baugebiets Meerkamp gehen ab kommendem Montag in die Vermarktung. Foto: Büro Henkelmann

„Auf der Warteliste der Stadt stehen 320 Namen. Und die Volksbank als Vertrieb führt noch einmal eine eigene Liste, sodass wir auf knapp 400 Interessenten kommen“, weiß Silvia Panick vom Bauamt zu berichten.

Für alle, die sich Hoffnung auf einen der Bauplätze machen, startet am kommenden Ostermontag (5. April) die entscheidende Phase. Bis zum 25. April kann man sich über die Online-Plattform „Baupilot“ anhand eines Fragenkatalogs auf eins der Grundstücke bewerben. Dabei, das betont Panick ausdrücklich, gehe es nicht nach dem Prinzip, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Stattdessen werden die Grundstücke nach bestimmten Vergabekriterien veräußert. Kinder und ehrenamtliche Tätigkeiten beispielsweise bringen Pluspunkte. „Alle Angaben müssen jedoch mit entsprechenden Unterlagen belegt werden“, betont Silvia Panick. Und diese Nachweise müssten ebenfalls bis spätestens zum 25. April erbracht werden, damit die Stadt nach dem Ende der Bewerbungsphase gleich in die Prüfung einsteigen könne. Mit den Erschließungsarbeiten soll voraussichtlich Ende des zweiten Quartals begonnen werden.

Weniger als im Bebauungsplan verzeichnet

Dass im aktuellen Aufteilungsplan im Übrigen nur 17 Grundstücke – und damit deutlich weniger als im Bebauungsplan verzeichnet – vermarktet werden, hat zwei Gründe. Zum einen werden auf den Flurstücken 1095 und 876 Mehrfamilienhäuser entstehen, die nach dem Prinzip des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden. Zum anderen stecke man, was die Grundstücke im hinteren Bereich rund um den kleinen Wendehammer betreffe, noch in Vertragsverhandlungen. Ob diese Grundstücke bald nachgeschoben oder vielleicht gar nicht mehr erschlossen werden, konnte Silvia Panick nicht abschließend sagen.

Straßensanierung verschiebt sich

Das Problem besteht nicht erst seit der Vollsperrung des Rinkeroder Ortskerns vor einigen Monaten. Doch nachdem der Verkehr für mehrere Wochen über die Eickenbecker Straße umgeleitet worden sei, habe sich der Zustand der Straße noch einmal verschlechtert, berichtet eine Anwohnerin. Schlaglöcher, wohin man auch schaue. Dabei steht eine Sanierung der Straße schon seit vielen Jahren bei der Stadt auf der Liste. Doch die Maßnahme musste mehrfach verschoben werden, zuletzt wegen der unklaren Rechtslage in Sachen Anliegerbeiträge. Nun ist eine grundlegende Erneuerung der Eickenbecker Straße samt Gehwegen und Laternen für das Jahr 2023 vorgesehen. „Die Maßnahme hängt aber von der Fertigstellung der Kanal- und Straßenausbauarbeiten des Göttendorfer Weges ab“, teilt Markus Freise vom Bauamt auf Anfrage mit. Sowohl die Eickenbecker Straße wie auch der Göttendorfer Weg seien ortsprägende Erschließungsstraßen, die nicht über einen längeren Zeitraum gleichzeitig für Straßenbauarbeiten gesperrt werden könnten. „Im kommenden Jahr werden voraussichtlich die Straßenbauarbeiten im Göttendorfer Weg beginnen“, berichtet Freise. Kanal- und Straßenbau dort dürften etwa zwei Jahre dauern, so dass sich der Beginn der Bauarbeiten in der Eickenbecker Straße wahrscheinlich in das Jahr 2024 verschieben werde. „Bis zum Beginn der Straßenbauarbeiten werden nur erforderliche Reparaturarbeiten durchgeführt“, so Freise. (ne)

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