Müllsammelaktion in Walstedde
Schüler finden sogar einen alten Autoreifen

Walstedde -

Zigarettenkippen, Plastikverpackungen, Styroporteile und sogar einen alten Autoreifen: Säckeweise Müll haben die Zweitklässler gestern rund um die Lambertusschule eingesammelt. Anstrengend, aber lehrreich war die Aktion, für die es auch viel Lob von Spaziergängern gab.

Donnerstag, 22.04.2021, 08:07 Uhr aktualisiert: 22.04.2021, 08:10 Uhr
Sogar einen alten Reifen haben die Kinder im Gebüsch gefunden.
Sogar einen alten Reifen haben die Kinder im Gebüsch gefunden. Foto: Nicole Evering

Weder Deutsch noch Mathe standen am Mittwochvormittag beim zweiten Jahrgang der Lambertusschule auf dem Stundenplan. Stattdessen war praktischer Naturschutz angesagt.

Ausgestattet mit Warnwesten, Handschuhen und Müllsäcken, die die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) des Kreises zur Verfügung gestellt hatte, machten sich die Mädchen und Jungen daran, Büsche und Wege rings um das Schulgebäude vom Müll zu befreien. Die passenden Greifzangen hatte die Stadt bereitgestellt.

Ganz coronakonform waren die Kinder in den drei Kleingruppen unterwegs, in denen sie auch sonst lernen. Denn aufgrund der besonders guten Ausstattung der Lambertusschule kommen schon seit einigen Wochen alle Kinder zum Präsenzunterricht ins Gebäude, werden dort allerdings räumlich voneinander getrennt.

Unterrichtsthema „Müll und Recycling“

Was sich da gestern nach zweieinhalb Stunden fleißiger Arbeit auf dem Schulhof türmte, das konnte sich wahrlich sehen lassen: mehrere Säcke voller Dinge, die andere unbedacht – oder auch absichtlich – einfach weggeworfen haben. Papier, Verpackungen und ungezählte Zigarettenkippen. Sogar Plastikrohre, ein großes Styroporteil und einen alten Autoreifen haben die Kinder aus dem Gebüsch gefischt. „Das war zum Teil ganz schön anstrengend für sie, alles einzusammeln und dann bis zur Schule zu tragen“, berichtete Lehrerin Nicole Kühne, die die Aktion als Bestandteil des Unterrichtsthemas „Müll und Recycling“ organisiert hatte.

Zweieinhalb Stunden haben die Zweitklässler der Lambertusschule in ihren Kleingruppen Müll in der Natur gesammelt.

Zweieinhalb Stunden haben die Zweitklässler der Lambertusschule in ihren Kleingruppen Müll in der Natur gesammelt. Foto: Foto: Nicole Evering

Da derzeit kaum größere gemeinschaftliche Aktionen außerhalb des eigentlichen Unterrichts möglich seien, sei dies eine gute Gelegenheit für ein wenig Miteinander gewesen, sagte sie. Und dabei taten die Kinder nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern lernten auch noch was fürs Leben, nämlich: „Wie schnell so ein Bonbonpapier mal eben fallengelassen ist, aber wie mühsam, es wieder aufzuheben“, meinte Kühne schmunzelnd. Sie hofft, dass der Lerneffekt bei ihren Schützlingen möglichst lange anhält und sie ihr Wissen bestenfalls noch mit Familie und Freunden teilen.

Besonders gut kam bei den Kids das Lob an, das sie von einigen Spaziergängern für ihren vorbildlichen Einsatz erhielten. Das motivierte für zukünftige Aktionen. Die Aufgabe, die vollen Müllsäcke zum Recyclinghof zu transportieren, übernähmen dann die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, dankte Lehrerin Kühne noch für diese Unterstützung.

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