Ingenieurbüro stellt Untersuchungsergebnisse vor
„Parkplätze reichen grundsätzlich aus“

Drensteinfurt -

Über die Parkplatzsituation in der Innenstadt wurde bereits einige Mal diskutiert. Zwischenzeitlich hat die Stadt ein Gutachterbüro mit einer Bestandsaufnahme beauftragt. Die Ergebnisse werden in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt.

Sonntag, 25.04.2021, 05:56 Uhr aktualisiert: 25.04.2021, 06:00 Uhr
Die Zahl der Innenstadtparkplätze reiche grundsätzlich aus, hat das Büro NTS festgestellt. Ein Problem ist jedoch, dass sich manche Nutzer nicht an die Höchstparkdauer halten.
Die Zahl der Innenstadtparkplätze reiche grundsätzlich aus, hat das Büro NTS festgestellt. Ein Problem ist jedoch, dass sich manche Nutzer nicht an die Höchstparkdauer halten. Foto: Dietmar Jeschke

Mancher Wochenmarkt-Stammkunde kennt die Situation zu gut. Denn wer sich am Donnerstagmorgen nicht rechtzeitig genug auf den Weg macht, der dreht mit dem Auto durchaus die eine oder andere „Ehrenrunde“, bis er mit Glück einen halbwegs in der Nähe befindlichen, freien Parkplatz findet. Doch auch zu übrigen Stoßzeiten herrscht im unmittelbaren Zentrum mitunter Parkraumnot, wie die FDP-Fraktion bereits vor nun gut drei Jahren kritisiert hatte. Verbunden mit der Aufforderung an die Stadt, ein Parkraumkonzept auf den Weg zu bringen, das nun im Wesentlichen vorliegt. Am Montag (26. April) wird die Verwaltung die Ergebnisse der Untersuchungen zum ruhenden Verkehr, den die Ingenieurgesellschaft NTS untersucht hat, den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses vorstellen.

Das Ergebnis dabei ist deutlich. Denn wie das beauftragte Büro nach umfassender Zählung und Bestandsaufnahme festgestellt hat, reichen die Parkplätze im Innenstadtbereich grundsätzlich aus. Sie seien allerdings „asymmetrisch verteilt.“ „Insbesondere im Bereich um den Markt herum sind die vorhandenen Parkplätze zu den Spitzenzeiten häufig ausgelastet, sodass punktuelle und temporäre Stellplatzdefizite auftreten“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. „Verschärft wird diese Problematik durch das Verhalten verschiedener Nutzergruppen, die sich insbesondere hinsichtlich ihrer Parkdauer stark unterscheiden.“ In der Konsequenz stelle sich daher unter anderem die Frage nach dem „richtigen“ Umgang mit den bestehenden Stellplätzen. „Eine Möglichkeit besteht sicherlich in der Aktualisierung der Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt von Drensteinfurt. Neben der Einführung eines Entgeltes wären auch andere Formen der Kurzzeitparkregelungen denkbar“, erklärt die Verwaltung. „Beide Regelungen würden aber eine stärkere Kontrolle erfordern, um das heute häufig anzutreffende Nutzerverhalten zu verändern und dem heutigen Phänomen des Dauerparkens entgegenzuwirken.“ Eine andere Möglichkeit wäre die Attraktivitätssteigerung alternativer Fortbewegungsmittel, wie etwa der Ausbau von Fahrradstellplätzen, was ganz nebenbei dem Klimaschutzgedanken entsprechen würde. Um diesen Aspekt weiter in den Fokus zu rücken, könnte über einen „sehr langen Zeitraum“ sogar darüber nachgedacht werden, die Zahl der Autostellplätze sukzessive zu reduzieren, was perspektivisch eine weitestgehend autofreie Innenstadt bedeuteten könnte.

Als kurzfristig flankierende Maßnahme könnte, so das Ingenieurbüro, zunächst ein Parkleitsystem erarbeitet werden, das den entsprechenden Parksuchverkehr gezielt verteilt und dazu Auskünfte zur aktuellen Stellplatzauslastung in der Innenstadt gibt. „Hierdurch könnten zusätzliche Autobewegungen in die Innenstadt vermieden werden“, so die Verwaltung, die zudem darauf verweist, dass sich das Bauamt im Rahmen der Ausarbeitung einer „Smart-City-Strategie“ auch bereits mit dem Thema „Parken in der Innenstadt“ beschäftigt habe. Details dazu wollen das Ingenieurbüro NTS und die Verwaltung in der Sitzung am kommenden Montag um 17 Uhr in der Teamschule erläutern.

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