Planungen für Fanny-Mendelssohn-Straße und Marienstraße werden fortgesetzt
Grünes Licht für Nachverdichtung

Drensteinfurt -

In Drensteinfurt sollen weitere großformatige Baulücken geschlossen werden. Der Fachausschuss segnete entsprechende Pläne für die Bereiche Fanny-Mendelssohn-Straße und Marienstraße ab.

Mittwoch, 28.04.2021, 06:03 Uhr aktualisiert: 28.04.2021, 06:10 Uhr
Der Kartenausschnitt zeigt den Bereich zwischen Marienstraße, Landsbergstraße und Landsbergplatz, für den nun ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden soll.
Der Kartenausschnitt zeigt den Bereich zwischen Marienstraße, Landsbergstraße und Landsbergplatz, für den nun ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Foto: Stadt

Grünes Licht gab der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am Montag nicht nur für das geplante Neubauprojekt an der Mühlenstraße. Zügig voran gehen soll es vielmehr auch mit zwei sogenannten Nachverdichtungen in zentraler Lage. Der Bebauungsplan „Fanny-Mendelssohn-Straße“ soll dazu geändert werden. Und für das Areal zwischen Marienstraße, Landsbergstraße und Landsbergplatz soll nun ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden.

Wie die Verwaltung den Ausschussmitgliedern mitteilte, laufen die Gespräche mit den Anliegern der Riether Straße, die in Richtung der bislang nur einseitig bebauten Fanny-Mendelssohn-Straße über recht beachtliche Grundstücke verfügen, schon seit etlichen Jahren. Nachdem die ersten Planungen zur Erschließung der Brach- und Gartengrundstücke nur bedingt auf Gegenliebe gestoßen waren, habe man nun einen neuen Rahmenplan entwickelt, der mittlerweile auch allen Anliegern zugestellt worden sei.

Die neue Planung sieht eine ringförmige Erschließung von der Fanny-Mendelssohn-Straße aus vor. Da der trennende Bach mit Erschließung des Baugebiets Mondscheinweg seine Gewässereigenschaft verliert und künftig nur noch als offener Regenwasserkanal dient, ist eine entsprechende Querung ohne großartiges Antrags- und Genehmigungsverfahren möglich, erklärte Bauamtsleiter Christoph Britten . Die weitere Bürgerbeteiligung im Änderungsverfahren des entsprechenden Bebauungsplanes soll nun in die Wege geleitet werden.

Einstimmig verabschiedeten die Ausschussmitglieder ferner den Vorschlag der Verwaltung, für die Gartengrundstücke der Anlieger im oberen Bereich der Marienstraße einen entsprechenden Bebauungsplan zu entwickeln. Anlass, erklärte Ausschussvorsitzender Markus Wiewel, sei eine „drohende Bauvoranfrage“, die gute Chancen hätte, positiv beschieden zu werden. Gibt es bis dahin aber keinen rechtskräftigen Bebauungsplan, hat die Stadt kaum Möglichkeiten, auf die Art und Weise der Bebauung Einfluss zu nehmen. Das soll nun verhindert werden.

Wie Bauamtsleiter Christoph Britten darstellte, handele es sich bei dem Areal zwischen der Marienstraße, der Landsbergstraße und dem Landsbergplatz um ein Quartier von städtebaulich hoher Bedeutung sowie Qualität. Entsprechend sollten „Insellösungen“ zur Errichtung einzelner Gebäude möglichst verhindert werden, da sie zu einer „Segmentierung“ des Gebietes führen würden. Stattdessen ist nun ein Gesamtkonzept vorgesehen. Eine Erschließungsmöglichkeit für die bisherigen Gartenflächen könnte das in Bahnnähe befindliche Flurstück 1743 bieten, das lediglich einen Funkmasten und ein dazugehöriges Technikgebäude der Deutschen Telekom beherbergt. Allerdings müsste zudem noch mindestens ein weiterer Erschließungsarm realisiert werden, um nicht nur die Erschließung der Bauplätze zu gewährleisten, sondern um auch den Durchgangsverkehr zu steuern, so die Verwaltung.

Wie Bernhard Lips von den Grünen erklärte, sollte bei der weiteren Planung unbedingt der bisherige und teilweise sehr alte Baumbestand berücksichtigt werden, der im Innenstadtbereich schon einen gewissen „Oasen-Charakter“ besitze.

Unterstützung für die Pläne signalisierte die FDP. „Das ist eine super gelegene Fläche“, sagte Ausschussmitglied Andreas Kurzhals. „Eine bessere Lage gibt es eigentlich gar nicht.“

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