Breite Zustimmung zum geplanten Neubauprojekt an der Mühlenstraße
Groß – aber schön aufgelockert

Drensteinfurt -

Einstimmig segneten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Montagabend die Neubaupläne für das ehemalige Brauhaus-Gelände an der Mühlenstraße ab. Neben 13 Wohnungen soll dort auch eine Bäckerei samt Café entstehen. Der entsprechende Bauantrag wurde bereits eingereicht.

Dienstag, 27.04.2021, 18:01 Uhr aktualisiert: 28.04.2021, 16:22 Uhr
Schönes Hintergrundambiente, zentrale Lage – aber nix los. Das könnte sich ändern. Der Stadt schwebt für den Vorplatz der Alten Post eine gemeinsame gastronomische Nutzung verschiedener Anbieter vor.
Schönes Hintergrundambiente, zentrale Lage – aber nix los. Das könnte sich ändern. Der Stadt schwebt für den Vorplatz der Alten Post eine gemeinsame gastronomische Nutzung verschiedener Anbieter vor. Foto: Dietmar Jeschke

Es ist schon ein ziemlicher „Klotz“. Das weiß auch Christoph Britten . „Es handelt sich in der Tat um ein sehr großes Bauwerk. Aber es handelt sich auch um ein sehr großes Grundstück“, erklärte der Bauamtsleiter. Dass es trotz seiner Größe dort hinpasst, wo es es nun bald entstehen soll, hat einen einfachen und recht „oberflächlichen“ Grund. „Sehr positiv ist die Fassadengliederung. Die Giebelfronten vermitteln den Eindruck, dass es sich um Einzelbauwerke handelt“, so Britten weiter. Kurz: Eine aufgelockerte Bauweise, die einfach gefalle. Das fanden auch die übrigen Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. Ohne Gegenstimme erteilten sie am Montag das gemeindliche Einvernehmen für das geplante Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Brauhauses an der Mühlenstraße.

Nach jahrelangem Stillstand plant ein Investor dort die Errichtung eines 13 Wohneinheiten umfassenden Mehrfamilienhauses samt Bäckerei und Café (wir berichteten). Was eine überaus positive Nachricht sei, erklärte Markus Wiewel (CDU). „Wir freuen uns, glaube ich, alle, dass an dieser Stelle etwas passiert“, so der Ausschussvorsitzende. Dass dazu – entgegen der ersten Entwürfe – nun auch eine gewerbliche Nutzung angestrebt wird, sei außerdem „für die Innenstadt sehr positiv“.

Grundsätzlich positiv, erklärte Ausschussmitglied Marc Harenkamp, sehen auch die Grünen das Projekt. Auch deshalb, weil nun im Zentrum weiterer Wohnraum geschaffen werde, der bekanntlich überaus knapp sei. Zustimmung gab es auch von der FDP. „Ich finde die Planung sehr gelungen“, sagte Ausschussmitglied Andreas Kurzhals. Auf seine Frage, ob denn für das Café auch eine Außengastronomie geplant sei, hatte Bürgermeister Carsten Grawunder noch eine etwas überraschende Antwort parat. Denn hinter den Kulissen arbeite man bereits an einer gastronomischen Nutzung des Vorplatzes der direkt gegenüberliegenden Alten Post – ähnlich, wie es vor einigen Jahren bereits der Fall war, als das ehemalige Brauhaus den Namen „Rodeo“ trug.

Anders als damals denke man jedoch nicht an eine alleinige Nutzung eines Betreibers. Vielmehr habe die Verwaltung bereits Gespräche mit umliegenden (Gast-) Gewerbetreibenden geführt, ob sie sich nicht an einem gemeinsamen Konzept beteiligen möchten. „Das wäre insgesamt eine deutliche Aufwertung der Innenstadt“, ist Grawunder überzeugt.

„Auch die SPD begrüßt das Bauvorhaben“, sagte Fraktionsvorsitzender Ingo Stude. Zwar sei es ein insgesamt sehr großer Baukörper, der durch die Gestaltung allerdings deutlich aufgelockert werde. Ähnlich wie Bernhard Lips von den Grünen regte Stude weiterhin an, bei einer gastronomischen Nutzung der Freifläche vor der Alten Post auch über eine Erweiterung der dortigen Fahrradabstellmöglichkeiten nachzudenken.

Das Votum der Fraktionen war am Ende einstimmig. Ebenso wie die Zustimmung zum Vorschlag der Verwaltung, dass der Investor die für den Betrieb von Bäckerei und Café fehlenden fünf Parkplätze gegen Zahlung an die Stadt entsprechend ablösen kann.

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