Aktion „Stadtradeln“
Jeder Kilometer zählt

Drensteinfurt/Sendenhorst -

Etwas für die eigene Gesundheit und obendrein fürs Klima können alle tun, die sich an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligen. Im Kreis Warendorf gehen alle Kommunen erstmals gemeinsam an den Start. Auch die Drensteinfurter und Sendenhorster sind zur Teilnahme aufgerufen.

Dienstag, 04.05.2021, 09:32 Uhr aktualisiert: 04.05.2021, 09:40 Uhr
Bürgermeister Carsten Grawunder und Alessa Dohm vom Team der Wirtschaftsförderung hoffen, dass sich wieder viele Drensteinfurter am diesjährigen „Stadtradeln“ beteiligen.
Bürgermeister Carsten Grawunder und Alessa Dohm vom Team der Wirtschaftsförderung hoffen, dass sich wieder viele Drensteinfurter am diesjährigen „Stadtradeln“ beteiligen. Foto: Stadt Drensteinfurt

1700 Kommunen sind schon angemeldet für das diesjährige „Stadtradeln“ des europäischen Klima-Bündnisses. Und die Aktion wird immer internationaler: Zum ersten Mal sind auch Städte aus Dänemark und den USA dabei. Insgesamt sind sogar fünf Nationen vertreten.

Im Kreis Warendorf gehen alle Städte und Gemeinden erstmals gemeinsam an den Start. Das war eigentlich schon für 2020 so geplant, wurde coronabedingt dann allerdings verworfen. In diesem Jahr ist es nun soweit, und auch die Sendenhorster und Drensteinfurter wollen ab dem 29. Mai so viele Kilometer wie möglich mit der Leeze absolvieren.

Drei Wochen dauert der Aktionszeitraum. Bis zum 18. Juni können sich Bürger, Unternehmen, Organisationen, Vereine, Schulen sowie Mitglieder der Kommunalparlamente unter dem Motto „Radfahren für das gute Leben“ beteiligen. Jeder Kilometer zählt sowohl für den Kreis als auch für die jeweilige Heimatstadt. Am Ende des Wettbewerbs werden sowohl die fleißigsten Kreise und Kommunen als auch die aktivsten Teams und Einzelstarter ausgezeichnet. Unter allen Teilnehmern verlost der Kreis Warendorf ein hochwertiges E-Bike.

Der Reiz des Radfahrens

„Neben dem Spaß am Fahrradfahren stehen der Klimaschutz und die Radförderung im Vordergrund“, so Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder, der sich darüber freut, dass auch in 2021 das Stadtradeln wieder stattfindet. „Das ist eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf diese Form der Fortbewegung zu lenken, mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen das Radfahren reizvoll zu machen.“

Die Wersestadt ist zum nunmehr vierten Mal dabei. Als im vergangenen Herbst klar war, dass es mit der konzertierten Teilnahme im Kreis nichts wird, hatte sich die Stadt kurz vor Schluss noch alleine angemeldet. 76 aktive Radelnde hatten zwischen dem 1. und dem 21. Oktober genau 20 987 Kilometer zurückgelegt. Bei der Premiere 2018 hatten sich 77 Teilnehmer registriert, die insgesamt gut 28 700 Kilometer gefahren waren. 2019 hatte die Resonanz etwas nachgelassen. Nur 51 Radler machten mit. Sie hatten zusammen gut 19 500 Kilometer absolviert.

Neben dem Spaß am Fahrradfahren stehen der Klimaschutz und die Radförderung im Vordergrund.

Bürgermeister Carsten Grawunder

25 Tage vor dem Start der Aktion 2021 haben sich aus Drensteinfurt nun erst fünf Teams mit insgesamt 15 Teilnehmern registriert. Aus Sendenhorst sind es sieben Teams mit 18 Mitgliedern. Kreisweit haben sich bisher 428 Radelnde angemeldet.

Im Jahr 2020 hat die Vier-Türme-Stadt sich nicht an der Aktion des Klima-Bündnisses beteiligt. 2019, so weist es die Statistik auf der Stadtradeln-Homepage aus, war sie mit 118 Radlern und elf Teams vertreten, die zusammen exakt 33 303 Kilometer zurückgelegt haben, was einer CO2-Vermeidung von vier Tonnen entspricht. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 43 Jahre.

Informationen zur Aktion gibt‘s in Drensteinfurt bei Alessa Dohm, Tel. 0 25 08 / 9 95 10 02, E-Mail: drensteinfurt@stadtradeln.de, und in Sendenhorst bei Klimaschutzmanager Dr. Johannes Hofmeister, Tel. 0 25 26 / 30 31 42, E-Mail: sen denhorst@stadtradeln.de.

Der Wettbewerb

Mit dem internationalen Wettbewerb „Stadtradeln“ lädt das Klima-Bündnis alle Bürger und Mitglieder der Kommunalparlamente ein, ein Zeichen für verstärkte Radverkehrsförderung zu setzen. In Teams sollen sie an 21 zusammenhängenden Tagen zwischen Mai und September möglichst viele Fahrradkilometer für ihre Kommune sammeln. 2020 sind mehr als 545 000 Menschen aus 1482 Kommunen diesem Aufruf gefolgt und legten mehr als 115 Millionen Kilometer zurück. „Die Kampagne will Bürger für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen“, heißt es in der Pressemitteilung des Klima-Bündnisses. Mit den bereitgestellten wissenschaftlichen Daten könne die Radinfrastruktur ganz konkret und unter Einbeziehung der Bürger verbessert werden.

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