Everswinkel
IGSE hält sich den Spiegel vor

Mittwoch, 05.09.2007, 18:09 Uhr

Everswinkel . 15 Mitglieder der „ Interessengemeinschaft Selbständiger Everswinkel“ (IGSE) folgten am Dienstagabend der Einladung des Vorstandes zu einer Betriebsbesichtigung in der Fleischerei Frohne mit begleitender Präsentation erster Ergebnisse der Mitgliederbefragung. Inhaberin Sylvia Kirschke führte die Gruppe nach Geschäftsschluss durch ihren modernen Betrieb, während ihr Ehemann Martin mit einer Powerpoint-Präsentation die über 100-jährige Geschichte des Traditionsbetriebes bis zum letzten Umbau vor sechs Jahren aufzeigte.

Nach der Besichtigung informierte der Kassierer der IGSE, Franz Zech , über die Ergebnisse der Mitgliederbefragung, die in diesem Jahr durchgeführt wurde. „Sie soll zur Weichenstellung für die Zukunft beitragen“, leitete er seine Darstellung ein. Es warden 62 Fragebögen an die Mitglieder per Post verschickt und zum Teil persönlich überbracht worden. Mit 25 ausgefüllten Rückläufern wurde eine Rücklaufquote von 40 Prozent erreicht. Die Antworten bilden eine Datenbasis darüber, welche und wie viele Geschäfte, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe auf welchen Straßen im Ortskern und/oder an der Peripherie angesiedelt sind.

Ein schematischer Ortsplan zeigte deren Lage auf dem Großbildschirm genauso wie die in Balkendiagrammen ausgewerteten Antworten der Fragebögen. Eine zentrale Erkenntnis klang immer wieder durch: Es gelte künftig, allen Mitgliedern gerecht zu werden und insgesamt mehr aus dem Schatten herauszutreten. Dazu wurden auch Vorschläge präsentiert. Die mehrfach beklagte schlechte interne Kommunikation könnte zum Beispiel durch einen halbjährigen Newsletter – eine Info-Schrift für die Mitglieder – verbessert werden.

In der Außenwirkung könne sich die IGSE, so ein weiterer Vorschlag, stärker im Schulterschluss mit Politik, Verwaltung, Kirche und den Vereinen so präsentieren, dass Synergieeffekte erzielt würden. „Wir streben ein Netzwerk mit den Vereinen an“, so der Referent. Das besondere Augenmerk bei diesem Vorschlag schien auf die vielfältigen Möglichkeiten des Verkehrsvereins zu zielen. „Ziel der IGSE-Gemeinschaft ist es – unter anderem – den wirtschaftlichen Interessen der Vereinsmitglieder und der wirtschaftlichen Belebung des Dorfes zu dienen. Dies sollten wir künftig stärker herausstellen“, so Zech.

Die Mehrheit der Fragebogenbeantworter bestärkt den Verein und seinen Vorstand. Sie wollen aber auch eine Konzentration auf die Kernaufgaben möglichst in Form der Projektorganisation, wie sie in anderen großen Vereinen des Dorfes praktiziert werde. Der Martinssonntag erscheint in ihren Planungen weiterhin als feste Größe. Allerdings werden, so zeigen die Antwortbögen, nicht mehr als drei verkaufsoffene Sonntage gewünscht. Dabei wünschen sich die Dienstleistungsbetriebe, „nicht in Vergessenheit zu geraten“. In der langen, abschließenden, sehr offenen Diskussion wurden immer wieder die Bemühungen deutlich, Betriebe aus der Peripherie des Ortes in die zentralen Veranstaltungen mit einzubeziehen. Das Fehlen des IGSE-Vorsitzenden wurde durch das Engagement der Vorstands- und Vereinsmitglieder ausgeglichen.

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