Everswinkel
Im Einklang mit der Schöpfung

Dienstag, 13.11.2007, 15:11 Uhr

Everswinkel . Seit dem Mittelalter wird die Hubertus-Legende erzählt: Der Adlige Hubertus begegnete an einem Karfreitag auf der Jagd einem prächtigen Hirsch mit einem goldenem Kreuz zwischen dem Geweih und hörte eine Stimme, die sagte: „Warum verfolgst du mich?“. Diese wundersame Begegnung bekehrte ihn. Vorn da an trat er für den Schutz der Tiere und für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Tier ein. An seinem Namenstag, dem 3. November, gedenken die Waidmänner des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger und Reiter.

Der Hegering Everswinkel feierte nun zusammen mit der Gemeinde in der St. Magnus-Kirche die Hubertusmesse. Dorothee Roggenland , Bärbel Deiters und Ingeborg hatten den Altar dazu waidgerecht geschmückt und so für die richtige Atmosphäre gesorgt. Für die musikalische Untermalung während der Messe waren die Jagdhornbläser unter der Leitung von Paul König zuständig.

„Es gibt verschiedene Überlieferungen der Legende um den Heiligen Hubertus, aber eins ist immer gleich: Nicht Hubertus ist die Hauptperson, sondern im Zentrum steht Gott. Hubertus erhält einen neuen Lebensauftrag nach der Begegnung, er ist nun Gottes Gesandter. Es ist keine Helden-, sondern eine Rettungsgeschichte, denn früher war Hubertus voller Gram, Trauer und Hochmut“, erklärte Diakon Hubert Wernsmann. Er machte noch einmal deutlich, dass es ein Unterschied sei, ob man aus guten oder aus schlechten Gründen jage. „Wir Jäger machen die gleiche Erfahrung wie einst der Heilige Hubertus: Wir begegnen Gott in der Natur“, machte der Vorsitzende des Hegerings, Karl Deckenbrock , deutlich.

Nach der Messe ging es für (angemeldete) Mitglieder und Nichtmitglieder zu einem Wildbüfett in den Gasthof Arning. „Vielleicht kommen so ja auch Leute, die sonst nicht so gerne Wild essen, auf den Geschmack“, hoffte Deckenbrock, der bei dieser Gelegenheit auch den Gästen die neue Fahne des Hegerings vorstellte. „Dies ist die erste Veranstaltung, bei die neue Fahne aufgehängt wird.“ Ganze 100 Gäste folgten der Einladung zum Wildbüfett und ließen sich mit vielen abwechslungsreichen Köstlichkeiten aus der Wildküche verwöhnen, bei deren Anblick einem das Wasser im Munde zusammenlief. Reichhaltige Beilagen und verschiedene Salate rundeten das Angebot ab.

Der Besuch des Bauchredners „Gerry“ aus Ennigerloh bildete schließlich gegen 14 Uhr den lustigen Abschluss. Auf humorvolle Art und Weise und durch die verschiedenen Charaktere seiner „Partner“ verstand er es, sein Publikum mit einzubeziehen und verbreitete hiermit eine ausgelassene Stimmung unter den Gästen.

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