Everswinkel
IGSE mit neuer Führung: Schwierige Aufgabe

Mittwoch, 12.03.2008, 18:03 Uhr

Das war knapp. Buchstäblich im letzten Moment ließ sich Hugo Schroeter einwechseln und übernahm die Kapitänsbinde . Als neuer Spielführer wird er die Gewerbe-Auswahlmannschaft künftig aufs Spielfeld zu führen. Damit hat der Verein die groteske Lage der Kopflosigkeit so gerade noch vermieden. Wohl noch nie zuvor war es so einfach, Chef der IGSE zu werden wie am Dienstagabend. Wirklich jedes der anwesenden Mitglieder wurde gefragt, gebeten und bekniet. 17 Mitglieder von derzeit rund 70. Schon dies zeigt, wo derzeit das größte Problem liegt. Mit den Vereinsmitgliedern aus den Gewerbegebieten fehlte – wieder einmal – ein kompletter Mannschaftsteil. Und auch verschiedene Kaufleute vermisst man schon länger auf dem Spielfeld. „Es ist zu wenig, wenn sich die Kaufleute nur mit der Weihnachtsbeleuchtung beschäftigen – es gibt sehr viele Punkte, die nur mit einer gemeinsamen Organisation zu verwirklichen sind.“ Worte von IGSE-Teamgründer Bernhard Lohmann vor mittlerweile 34 Jahren, die nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Worte, die aber immer noch nicht von der Masse der Mitglieder verinnerlicht worden sind. Das musste auch der scheidende Vorsitzende Klemens Diepenbrock wiederholt frustriert feststellen, der nach sechs Jahren zuletzt den Eindruck einer gewissen Ausgebranntheit im Amt nicht gänzlich kaschieren konnte. Wen wundert’s. Die mangelhafte Beteiligung der Mitglieder zeigte sich jüngst sogar bei der internen Mitgliederbefragung. Gerade einmal 25 von 62 verteilten Bögen kamen zurück. Eine Beteiligung von 40 Prozent lässt sich auch mit wohlmeinenden Worten des Kassierers nicht schönrechnen. Schließlich ging es um eine Umfrage, die die Zukunft des eigenen Vereins betrifft. Man mag Hugo Schroeter viel Erfolg und ein glückliches Händchen wünschen. Seine schwerste Aufgabe wird nicht darin bestehen, ein Vitus-Fest mit zu organisieren oder einen Martinssonntag auf die Beine zu stellen, sondern den Verein wieder zu einen. ,Elf Freunde müsst ihr sein‘, lautet eine alte Fußballer-Weisheit. In der Vergangenheit wurde es da bei der IGSE schon knapp. Nur wenn alle mitziehen, wird die Mannschaft künftig Treffer erzielen, die sowohl in der Kasse klingeln, als auch der Attraktivität der Gemeinde dienen. Wenn die Spielerdecke allerdings so dünn wie bislang bleibt, ist der Abstieg in die Niederungen der Bedeutungslosigkeit nur eine Frage der Zeit. „Wir haben viel zu tun“, sagte der neue Mannschaftskapitän nach seiner Wahl. Richtig! Klaus Meyer

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