Everswinkel
Interesse am naturnahen Hobby steigt

Dienstag, 05.05.2009, 21:05 Uhr

Everswinkel - Einmal im Jahr besichtigt der Warendorfer Imkerverein einen Mitgliedsbetrieb . In diesem Jahr war die Everswinkeler Imkerei Gerwinat an der Reihe. „Wir freuen uns, dass wir hier in Everswinkel einen so großen Betrieb besichtigen können“, sagte die Vorsitzende der Hobby-Imker-Vereinigung, Margret Westmeyer . Während die meisten der 48 dem Verein angeschlossenen Imkereien im Schnitt sechs bis sieben Bienenvölker bewirtschaften, sind es bei Angelika und Carlheinz Gerwinat 40 Völker, die betreut werden.

Der Imkerverein Warendorf besteht seit 152 Jahren. Dessen Mitglieder beschäftigen sich ausschließlich hobbymäßig mit den fleißigen kleinen Insekten. „Während wir in der Vergangenheit häufig einen Mitgliederschwund zu verzeichnen hatten, konnten wir im vergangen Jahr vier neue Mitglieder aufnehmen“, freute sich Westmeyer über das steigende Interesse an dem naturnahen Hobby. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat zu einem Gedankenaustausch. „Wer Interesse hat und sich diesem schönen Hobby widmen möchte, kann sich gerne bei uns melden“, machte Carlheinz Gerwinat Werbung für seine Leidenschaft.

Die Gerwinats bewirtschaften ihre Imkerei inzwischen seit 30 Jahren. Die Produkte des Betriebes wurden seit 29 Jahren ununterbrochen mit dem 1. Preis des Deutschen Imkerbundes ausgezeichnet. „Meine Frau ist die beste Imkerin, die ich kenne“, stellte er dann auch bei der Begrüßung der Gäste fest. Ein Imker war sogar aus Kassel angereist, um den Betrieb seines Kollegen kennen zu lernen. Nicht ohne Stolz präsentierte Carlheinz Gerwinat dann seine fortschrittliche Bienenzucht und die naturnahe Fertigung der zahlreichen Honigsorten. Natürlich erläuterte er auch das von einem Imkerfreund in Ravensburg entwickelte und von ihm verfeinerte „Zwei-Brutraum-System“. Der so gestaltete Bienenkasten, von den Fachleuten „Bienenbeute“ genannt, vermindere die Schwarmstimmung. „Die Bienen schwärmen dann nicht so schnell aus, um andere Standorte zu suchen“, erläuterte er die Wirkung des Systems.

Lobende Worte fand Gerwinat auch für die Landwirte in der näheren und weiteren Umgebung. „Weil das Spritzen der Äcker problematisch für die Bienen werden kann, haben wir uns mit den Bauern zusammengesetzt und unsere Interessen abgestimmt.“ Mit dem Ergebnis sei er inzwischen sehr zufrieden. „Wir müssen jetzt keine Schäden für unsere Völker mehr befürchten“, stellte er den Landwirten ein gutes Zeugnis aus.

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