Everswinkel
Sind die Grünen ein Auslaufmodell?

Montag, 26.12.2011, 02:00 Uhr

Everswinkel - Es sieht schlecht aus für die Everswinkeler Grünen. Besonders im Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen wird die Notlage wieder sehr bewusst. Aber das Trio mit Fraktionsführer Thomas Günther , Ortsverbandssprecher Frank Winkler und Karl Stelthove gibt noch nicht auf. Am Montagabend waren sie beim „Grünen-Gipfel“ im Gasthof Arning, um neue Mitglieder zu werben. Doch die Enttäuschung war groß, als von den sieben Mitgliedern der Grünen sonst niemand kam und auch nur drei Interessierte erschienen.

Dabei waren im Vorfeld 31 den Grünen nahe stehende Personen angeschrieben worden, und es war in der Zeitung per Werbeanzeige für die Veranstaltung geworben worden. Und über die Werbekraft von handgeschriebenen Plakaten im Dorf lässt sich freilich streiten. Thomas Günther stellte resigniert fest: „Das ist vom Ziel des Grünen-Gipfels weit entfernt.“

Nachdem auch der Standzum Frühlingsfest der IGSE als „Flop“ bezeichnet werden kann, war immerhin ein Bürger gekommen, der zuvor noch nicht mitgewirkt hat. „Für ein zeitlich begrenztes Projekt finden sich immer Leute, die mit anpacken wollen, aber langfristig will sich niemand verpflichten“, stellte Winkler das allgemeine Problem dar. Nach zwei Jahren der Arbeit nur zu dritt freuen sich Günther, Stelthove und Winkler trotzdem über drei potenzielle neue Mitglieder. „Das ist eine hundertprozentige Steigerung.“, so die halb humorvoll genommene und halb ernüchterte Feststellung des Fraktionsführers.

Aber vielleicht ist mit den drei neuen Mitstreitern doch das Dasein der Grünen in Everswinkel gerettet. Zur Besetzung der 13 Kommunalwahl-Bezirke im August reicht es trotzdem nicht, sodass die Grünen bei den Kommunalwahlen in diesem Jahr wohl nicht auf der Liste stehen werden. Dabei gibt es viele Pläne, insbesondere im Bereich von Schule und Jugendarbeit, bei denen die Grünen in Everswinkel Einfluss nehmen wollen. Zumindest ihr Durchhaltevermögen haben sie einmal mehr unter Beweis gestellt. Ob das für das politische Überleben in der nächsten Ratsperiode reicht, ist allerdings noch offen.

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