Everswinkel
Wilder Westen im Seniorenheim

Sonntag, 14.06.2009, 19:06 Uhr

Everswinkel - Wenn „Winnetou“ sich mit der Squaw „Kleine Blume“ höchstpersönlich die Ehre gibt, wenn quirlige kleine Rothäute den Indianertanz „Hagenunu“ um ihren Tipi herum tanzen, verdächtige Bleichgesichter an den Marterpfahl gefesselt werden und rhythmische Trommelklänge aus dem St.-Magnus-Haus nach außen dringen, dann ist allen klar: Dies ist kein gewöhnlicher Nachmittag im Seniorenzentrum. Es ist wieder Sommerfest.

Und diesmal war es ein ganz besonderes Fest. „Ich freue mich über das erste gemeinsame Sommerfest von Seniorenzentrum und Kindergarten, das ist eine tolle Premiere“, so Häuptling Winnetou (Heimleiter Markus Giesbers ), der gemeinsam mit „Kleine Blume“ (Maria Hirnstein vom Kindergarten Stöppkenhues) durchs abwechslungsreiche Programm führte. Die ungewöhnlichen Namen und das perfekte Outfit mit Federschmuck, Kriegsbemalung und Fransen-Kostüm ließen schnell das Motto dieses turbulenten Nachmittags erkennen: Der Wilde Westen und die Indianer.

Nach einem stärkenden Kaffeetrinken, das mottogetreu von typischer Indianer-Musik untermalt wurde, eröffnete die Trommlergruppe der öffentlichen Ganztagsgrundschule das zünftige Indianerfest. „Sie sind zum ersten Mal ohne ihren Lehrer aufgetreten. Eine super Leistung“, fand Markus Giesbers.

Für musikalische Unterhaltung sorgte zudem die „Flotte Sohle“ alias Magdalene Wierbrügge. Den vielen gemeinsam gesungenen Liedern wie beispielsweise „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ oder „Ein Jäger aus Kurpfalz“ gab sie durch ihre Akkordeonbegleitung einen ganz besonderen Pfiff. Das fanden auch Gertrud Notthoff und Marta Kortenjan: „Das ist einfach toll hier.“

Verschiedene Gedichte gab die „Lustige Zunge“ (Elisabeth Brisse) zum Besten und nach einer Holunderlikörrunde zum Ölen der trockenen Kehlen hieß es endlich: „Komm, hol das Lasso raus!“

Lustige Darbietungen wechselten mit gemeinsam gesungenen Liedern ab, bevor der aufregende Nachmittag mit einem gemeinsamen Grillen von „Büffelfleisch“ ausklang. Der wilde und immer wieder laut ertönende Indianergruß jedoch wird den Senioren noch lange in den Ohren klingen. Doch hierfür hatte Heimleiter Giesbers für die Teilnehmer einen guten Tipp parat: „Einfach die Hörgeräte leiser stellen!“

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